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.
Geschichte des Illuminaten-Ordens von Fr. X. Zwack [1]
Excerpted from: Richard van Dülmen’s Der Geheimbund der Illuminaten. Darstellung, Analyse, Dokumentation. Stuttgart : Bad Cannstatt 1975. S. 329-341. Scanned by Tinúviel - Bibliothek Alexandria
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1. Anhang: Register und [kommentierte] Mitgliederliste
2. Anhang: Illuminaten-Ordens-Directions-System von Knigge
(zu den Fußnoten)
[1787] Beurkundete Geschichte des Illuminaten-Ordens von seiner Entstehung biss auf gegenwärtige Zeiten, mit ernstlichen Bemerkungen über die Gebrechen dieser Gesellschaft, über die Beschuldigungen, welche man in Bayern dem Orden und einzelnen Mitgliedern gemacht hat und über das Verfahren des Münchener Kabinets in dieser Sache.
§ 1.
Weishaupt, vorhin Professor auf der Hohen Schule zu Ingolstadt, nun herzöglich Sachssen-Gothaischer Hofrath, ein Mann, dessen Philosophische Schriften, seine in Bayern erlittene Verfolgungen und die von ihm verfaßte Apologie der Illuminaten
[2] hinlänglich Beweisse seines durchdringenden Verstandes und edlen Herzens geben, war der Stifter des Ordens. Er wurde zu München in die Loge des Grafen Larossee, welche sich zu den reformirten Maurer System bekannten, aufgenohmen, fand aber bald darin, dass er dasjenige Ideal, welches er sich von geheimen Verbindungen seit mehreren Jahren aufgestellet hatte, nicht antreffen wurde, und da er die Uneinigkeiten, das Missvergnügen einiger seiner Brüder, auch die Absicht am Ende zu einem Tempel Ritter eingeweiht zu werden, nach und nach entdeckte, um eben diese Zeit auch ein Deputirter von der Unionisten Loge zu Burghausen in Ingolstadt erschien, welcher die Grade dieser Maurerischen Klasse austheillte und bekannt machte, so entschloss er sich diese Gelegenheit, wo da unter seinen Mitbürgern der Hang zu geheimen Gessellschaften erweckt war, zu benützen, und seinen längst durchdachten Plan zu entwerfen. Dieser Mann war ein Gelehrter, der sich in sein Studierzimmer einsteckte und die Welt wie Viele andere nur aus Büchern kannte und der auf das heftigste von Jesuiten und ihrem Anhange verfolgt wurde als Lehrer des Natur Rechtes und der Practischen Philosofie. Er empfand durch die beständigen verdriesslichen Auftritte, wie schädlich und gefährlich es vor den denkenden, wahrheitsliebenden Manne seyn, diesse Wissenschaften nach ihrem Umfang öfentlich zu lehren, man kann daher vor richtig nehmen, dass in seinem ersten Ordens- / [D 81] plan nichts anderes einfliessen konnte, als was er sich biss zur selbigen Zeit in wissenschaftlichen Fächern erworben hatte, dass er daraus vorzüglich dasjenige wählte, woran er am meisten Antheill nahm, um dessen Bekanntmachung er eine Menge Hindernisse fand und von welchem ihm sein Schicksal zeigte, dass sich andere geheime Gesellschaften entweder damit gar nicht beschäftigen, oder nicht im Stande waren, ihre Absichten zu erreichen, und ihren Anhängern darüber hinlanglichen Schutz zu gewehren.
Er bestimmte also dem neuen Orden den einzigen Zweck: Sammlung und geheimen Unterricht in wissenschaftlichen Kenntnissen, dass er eine geheime Weisheitsschule seyn solle, in welcher der Stifter nur junge Akademiker aufnehmen und diesen ungestört dasjenige lehren wolle, was Dummheit und Pfaffen-Eigennutz von den öffentlichen Katheder verbannt hatte. Diesen Plan teilte W[eishaupt seinen vertrautesten Freunden, die dortmals auf der Universitat studierten, dem dermalligen bayr. Hofkammer Rath v. Massenhausen, dem Kayss: Königl. legations Sekretair zur Kopenhagen von Merz, und dem fürstl. Freysingischen Hofrath Hohenaicher mit. Diese ermunterten ihn zu weiterer Ausführung desselben, und übernahmen es der neuen Gessellschaft Mitglieder zu verschaffen.
§ 2.
Von nun an war diesser Orden die Lieblingsbeschäftigung seines Stifters und seiner Mitarbeiter, alle Erhollungs Stunden wurden diessem gewidmet, jeder dachte, lass und samelte Materialien zu dem Gebäude, die er dem ersten vorlegte, um daraus zu ordnen, zu entnehmen, oder zu verwerfen. Es benutzte jeder seine Bekanntschaften, und suchte seine Freunde in eine Gessellschaft einzuführen, welche bald als ein Klubb von Gelehrten, bald als diejenige, welche die wahren Geheimnisse der Massonerie aufbewahrten, geschildert wurde, und so waren in kurzer Zeit schon Viele Mitglieder in Schwaben, in Franken, und in Bayern angeworben, unter denen sich auch der bayr. Hofrath Zwackh und der bayr. revisions Rath Berger befanden.
Weil man aber den Mitgliedern noch nichts von Ordensschriften geben konnte, so wurden sie mit gewissen vorgeschriebenen Büchern und dem Auftrag, daraus Auszüge zu machen, beschäftigt, sie mussten über bestimmte Aufgaben Abhandlungen verfertigen, und andere taugliche Mitglieder der /
[D 82] Gesellschaft zuführen, jeder von den ersten Anwerbern behandelte seine Zöglinge nach der Arth, wodurch er am meisten Eindruck auf ihn zu machen hoffen konnte. Man bediente sich, um der Sache den Schein von Wichtigkeit zu geben, verschiedener geheimer Schreibarten unter selbst erdachten Buchstaben, biss endlich W[eishaupt) ein Aufsatz der allgemeinen Ordensstatuten zu Stande brachte. [2]
Man würde sich irren, wenn man glaubte, dass diesse dortmals schon so entworfen waren, wie sie dermallen gedruckt erscheinen. Es wurden nach der Zeit noch viele Verbesserungen darin vorgenohmen, deren Nothwendigkeit schon damals die Urheber der Gesellschaft einsahen, sich aber begnügten, biss die Anzahl derjenigen vergrössert werden konnte, welche mit den Absichten des Ganzen bekannter, auch desto vortheilhafter vor solches arbeiten wurden. Die nächsten, welchen W[eishaupt) das Geheimniss der Neuheit eröffnete, waren der oben genannte von Zwackh und Berger.
§ 3.
Durch den Beytritt dieser Mitwissenden wurde nun der Orden desto rühriger verbreitet und weil man vor vortheilhafter erachtete, wenn die Kenntnisse in Wissenschaften, die Anleitungen und Lehren dazu durch Zeremonien und Grade vorgetragen, mehreren Reiz gewinnen möchten, beschäftigte man sich die bisshero gesammelte Materialien in Stufen einzutheilen und von den Massonerie Zeremonien zu entlehnen, welche letztere Gattung aber bei W[eishaupt] damals noch keinen Beyfall fande, sondern er übernahm es neue zu entwerfen, und da er eben die Werke des Zendavesta
[3] lass, so verfiel er auf den Gedanken, das neue Ordens System in die Zeremonie der Parsen [4] einzukleiden. Um diese Zeit wurde auch dem Orden der Titel, Minerva Orden geschöpft, aus welchem sich die Symbolischen Worthe der ersten Grade, Licht, Augen, Blendung, so anders die Verschiedenheit der Lampen bey den Initiationen, die Insignien und das Wappen erklären lassen.
Die Anzahl der schon dortmals vorhandenen Mitglieder zeigte den ersten Vorstehern der neuen Gesellschaft, dass Viele davon gar nicht brauchbar waren, und erforderte alsso die Klugheit mit mehrerer Sorgfalt solche in Zukunft zu erwählen. Damit dieses möchte befolget werden, so entwarfen sie vor jeden, der andere anwerben wollte, eigene Vorschriften, nach / [D 83] welchen man diesse beobachten, prüfen und bilden sollte um nun überzeugt zu seyn, dass die Untergebenen darnach handeln, so behändigten sie ihnen die Formularien der Tabellen und Diarien, welche monathlich sollten eingeschickt werden und gaben ihnen die Instructionen, Insinuationen, Partikularien, Statuten. Man kann sich leicht vorstellen, wieviele Verwirrung, Widersprüche und Wiederhollungen darin vorgekommen sind, indem die sogenannten Mitwissenden von Ingolstadt hinwegzogen, in verschiedenen Orthen indessen bedienstet worden, und in keinem genauen Zusammenhang weiter unter der Aufsicht ihres Stifters gestanden sind.
§ 4.
Sie fühlten freilich diesse Unvollkommenheiten selbst, allein die Veranlassungen dazu, welche einzig in der zu schnellen Verbreitung des Ordens lagen, muss ihnen nicht aufgefallen seyn, und anstatt diese einzustellen, dachten sie dem Übel damit abzuhelfen, wenn sie noch mehrere mit ihrer Stiftung bekannt machen, und auch deren Beystand haben würden.
Es wurde also Kanonikus Hertel und Prof. Bader, dann Baron Bassus aus Graubünden als ehmalliger Mitschüler des Hofrath W[eishaupt] von der Sache vollkommen unterrichtet. In Eichstett geschahe das nehmliche mit dem Regierungsrath Freyherrn von Schredsenstein, und dem Dompropsten Grafen Kobenzln, und nun schien die Sache eine andere Gestalt zu bekommen.
Es zeigte sich, dass man eine grosse Menge der Mitglieder sehr hohe Begriffe von dem Orden beygebracht habe, dass dann ihre Ideen und Erwartungen zu hoch gespannt worden, als man je im Stande seyn würde, sie zu befriedigen, es war jedes nach einem besonderen Zweck aufmerksam, jedes nach dem Eigendünkel seines Obern gebildet, sie hatten viele willkürliche, unnütze, selbst lächerliche Anleitungen und Vorschriften unter dem legalen Vorwand als Ordens Satzungen erhalten, so dass W[eishaupt] seinen ersten Plan gar nicht mehr kannte. Dieses bewog nun die sämmtlichen Stifter diesser Gesellschaft, welche den Namen areopagiten sich beylegten, nachstehenden gemeinschaftlichen Schluss festzusetzen, welchen ich seiner Kürze wegen hier sogleich ganz einrücke.
§ 5.
Erstens. Solle dem areopagus die gemeinschaftliche Einsicht und Direction über den ganzen Orden zustehen. /
[D 84]
Zweitens, sollen diesse nun an dem ersten Plan des Prof. W[eishaupt], wel- cher biss auf einige Abänderungen ganz angenohmen wurde, mit vereinigten Kräften arbeiten.
Drittens, was jeder hierin samelt soll eben diessem noch ferner zugesendet werden, der es nach seinem Gutbefinden annehmen oder verwerfen könne.
Viertens. Das ganze System solle man in eigene Zeremonien und Grade stellen.
Fünftens. Der Zweck wissenschaftliche Kenntnisse zu erwerben, solche dem Untergebenen zu lehren, soll noch beygegeben werden, Verbreitung dieser Kenntnisse auch vor Profane, und thätige Unterstützung nicht nur der Ordensbrüder, sondern eines jeden rechtschaffenen Mannes.
Sechstens. Ersucht man den Prof. Weishaupt nun ohne Verzug die ersten Stufen des Ordens aus den vorhandenen Materialien auszuarbeiten, und solchen den übrigen um ihrer Erinnerungen mitzutheilen, damit man doch denen schon lange Zeit in Geduld stehenden Mitgliedern etwas begnügliches mittheilen könnte.
Siebendes, übernimmt es Prof. Bader die bisshero ausgetheilten allgemeinen und besonderen Ordens-Satzungen zu verbessern. Vorzüglich diejenigen Stellen, welche, obschon wider die Absicht der ersten Verfasser, darein eingeflossen sind und bedenklich scheinen möchten, auszustreichen. Darunter gehören vorzüglich die lächerlichen Aufträge von Annahme der Post-Sekretairs, der Apotheker, Handwerker pp. Die Sammlung medizinischer Rezepten, Kymischer Processe, und der Gebrauch so verschiedener, Mysteriösen Ordens-Schriften, unter welchen nur jene des Weishaupts mit Ziffern noch könne beybehalten werden.
Achtens, in den areopagus wäre in Zukunft keiner ohne Einstimmung aller aufzunehmen.
Nach diesser Vereinigung erschien auch bald der erste Minervalgrad und in mehreren Orten wurden nun diesse Verhandlungen gehalten.
§ 6.
Die Areopagiten arbeiteten zwar mit vielem Eyfer an dem Hauptplan des Ordens, allein einige wollten nur gewisse Wissen- /
[D 85] schaften gelehrt wissen und dem Orden eine eigene Philosophie geben, andere forderten Unterricht in allen Wissenschaften und Künsten, jener bestand darauf man sollte das Kristenthum, wie es bey seinen ersten Zeiten gewesen ist, einzuführen trachten, diesser glaubte das grosse Geheimniss solle die Geschichte und Einsicht allein anderer Verbindungen seyn, indessen sich auch ein Theil mit Verbreitung einer guten Moral, mit inniger Freundschaft und wechselseitiger Unterstützung der Brüder allein begnügten, und auf diesse Arth kann man behaupten, dass jeder aus diessem hohen Rath ein eigenes Ordenssystem entwarf und um seine Lieblingsmeinung geltend zu machen die andere bestritt, welches um so heftiger wurde, als die gemeinschaftliche Direction ebenfalls vielen unnützen, verdriesslichen Arbeiten bisshero unterworfen war. Es wollte jeder gleiche Rechte darin ausüben, kein entscheidende Stimme eines andern gelten lassen und um auch diessen Punkt vor der Zukunft festzusetzen, so wurde die Frage aufgeworfen, welche Regierungsform dem Orden am angenehmsten wäre, worüber sich die Meinungen eben so durchkreuzten, wie über die Erweiterung des Ordens-Zweck. Eine Partei nahm hierin die Hierarchie der Katholischen Kirche die andere den Jesuiten Orden zum Modell, und Weishaupt war gewiss am übelsten daran, aus diessen verschiedenen Vorschlägen musste er die Aufsätze machen, sollte alle begnügen und behielt daher gezwungener weisse von jedem etwas bey, welches man auch aus den gedruckten Graden nicht missverstehen wird, denn sie zeigen klar, dass daran nicht ein Mann den Ton angegeben habe, und dass man sie aus vielerley Entwürfen zusammenstopelte, welchem auch die Verschiedenheit der directions Eintheillungen und dabey gebrauchten Nahmen zuzuschreiben ist. Zum Beyspiel: Kirchen, Hochwürdig, Erlauchter, Provinzial, Nazional, assistenten, general und die quibus licet, welche aus den Marianischen Jesuiter Kongregationen der Studenten entlehnt sind, wo man alle Monath verschlossen die bona opera übergeben musste.
§ 7.
Über all diesse Umstände wäre es bald zu einer Trennung gekommen und W[eishaupt] musste vor die gute Sache in seinen Briefen die nachdrücklichsten Schutzreden schreiben und seine Mitgessellen widerum ermuntern, die sich endlich nach langer /
[d 86] Überredung und vielen Konkordenzen zu einem weiteren Entschluss vereinigten. Da diesser die eigentliche erste Grundstütze von der Illum. Gessellschaft ist, so lege ich ihn in der Beylage nach seinem ganzen Inhalt vor [5] und begnüge mich mit der einzigen Erinnerung daraus, dass die zweite Ordens Stufe der kleine Illuminat dabey zu Stande kam. Damit schliesset sich auch die erste Epoche von der Stiftung dieses Ordens, welche sich mit dem Jahre 1775[6] anfanget und mit 1779 endiget. / [D 88]
§ 8.
Bisshero war der Orden noch vor und unter sich allein bestanden, nun aber öffnet sich ein neuer Weg um ihm durch einen andern mehr Macht und Schutz zu verschaffen. Um diesse Zeit wurden von den areopagiten in München mehrere in die Unionisten-Maurer Loge "Theodor zum gutten Rath", wo der Burgpfleger Radl den Hammer führte, aufgenohmen. Diesse Loge vergrösserte sich von Zeit zu Zeit durch viele ansehnliche Brüder und erwarb sich durch die Constitution der grossen Landesloge zu Berlin Royal York eine Menge von französischen Graden, welches so viel bewirkte, dass die reforme in Bayern /
[D 89] unthätig und beinahe ausseinander getretten war. Sehr viele von diessen äusserten den Wunsch sich an die des Radl anzuschmiegen, wenn nur noch einige mehrere Solidität darin hergestellt würde. Diesser Antrag schien den Stiftern des Illuminatenordens ein Gegenstand zu seyn, der all ihre Aufmerksamkeit verdiente, sie unterzogen sich also dem Geschäfte und brächten es dahin, dass Radl seinen Hammer niederlegte, der Prof. Bader zum Meister vom Stuhle erwählet und die ersten Logenamter mit ihren Anhängern besetzet wurden. Nachhero nahmen sie eine Verbesserung in den Logengesetzen vor, nahmen eine Auswahl und Minderung in den Maurerischen Graden und verbannten das überflüssige, geringfähige, vornehmlich an den Aufnahms Zeremonien. Durch diesse Einrichtung stand in kurzer Zeit diesse Loge in einen Kredit, den der Beytritt von vielen rechtschaffenen Brüdern aus der reforme und der ältern sogenannten Bognernischen Unionisten Loge so sehr vermehrte, dass sie um diessen Glanz und Vorzug alle ihre ältern Schwestern beneiden mussten.
§ 9.
Indessen kam diesser neue Zuwachss dem Illum[inaten] Orden sehr zu guthe. Denn er war nun eines Theils in Bayern unter der tolerirten Massonerie mehr verborgen, andern Theils erwarben sich seine Oberen vollkommene Kenntnisse in den Maurer Systemen und durch den näheren Umgang mit diessen war man im Stande die besseren davon vor den Orden anzuwerben. Mit Graf Konstanzo wurde der anfang gemacht und da diesser auf Kosten der Loge eine maurerische Reisse unternahm, um bey der Royal York zu Berlin sich von der jährlichen dahin zu bezahlenden Abgabe zu befreyen und auch mit anderen Systemen Vereinigung zu errichten, so konnten sich die Areopagiten von diesem Manne die Erfüllung ihrer Absichten, im Auslande ihren Orden zu verbreiten mit bestem Grunde versprechen. Sie gaben ihm zu diessem Ende alle bissher verfertigten Grade, Instructionen, Statuten und besondern Instructionen zur Errichtung ganzer Versammlungen, wie sie miteinander verbunden und untergeordnet und dirigirt werden sollten, verwilligten ihm auch aus ihrer Kasse einen Zuschuss und verschafften ihm Adressen von wichtigen Anempfehlungen /
[D 90] in jene Städte, wo er die Pflanzschulen errichten sollte. Diesse Mission erreichte auch vollkommen den Zweck. Seine Aufträge verschafften der Ordens-Gessellschaft der Illuminaten sehr viele würdige Männer, worunter einige in all andern Masson-Systemen sehr hoch graduirt waren und doch bekannten, keine Befriedigung darin gefunden zu haben. Unter diessen befand sich der Freyherr von Knigge, den man auch bald wegen seiner anerkannten Verdienste von der Aufsicht des Konstanzo hinwegnahm und jener des Weishaupt übergab, der ihn dem Areopagus einverleibte. / [D 114]
§ 10.
Kaum hatte dieser neue Mitstifter den Plan, die vorhandenen Minerval und kleinen Illuminaten Grade, die Materialien /
[D 115] zu den künftigen und die unter den areopagiten geführten Correspondenzen eingesehen, als er darüber seine Bemerkungen und neue Vorschläge das ganze zu ordnen seinen übrigen Kollegen zusandte, welche damit so zufrieden gewesen, dass sie ihm und W[eishaupt] ganz allein die Verfassung der weiteren Grade überliessen, und sich nur ihre Erinnerungen vorbehielten, wenn wider Verhoffen darin etwas gegen den allgemeinen Zweck vorkommen sollte. Knigge, wie schon erinnert worden, war ganz in allen Fächern der Massonerie bewandert, der Wilhelmsbader Kongress war eben ausgeschrieben, wo er zu erscheinen und eine der ersten Rollen zu bestellen hatte; er wusste, dass sich Tempelritter und Klerici mit ihren Ordensbeforderungen und Geheimnissen nicht mehr begnügten, dass die reforme einen andern Zweck und Gestalt erhalten sollte, dass viele Maurer mit andern unbekannten Verbrüderungen, die Neugierde erwecken und Anhänger finden wurden, und dass diese Gelegenheit wohl am besten zu benutzen wäre, wenn er aus dem bisshero unbedeutenden Minerval Orden ein neues Maurerisches System herzustellen trachten würde. Er brachte also diese Umschaffung des Ordens in Vorschlag und da die andern areopagiten sich wegen der daraus erscheinenden Vortheile leicht zu diesem Entschluss bereden liessen, so entwarf er mit W[eishaupt] den grösseren und den dirigirenden Illuminaten oder schottischen Rittergrad. Diesem letzteren gaben sie deswegen nun maurerische Zeremonien, um desto leichter damit Eingang zu finden.
§ 11.
Was für ein ganz andere Gestalt nunmehr der Illum. Orden erhalten hat, geben zwar die Beylagen C. u. C
[7] das umständliche und verlässigen an Händen, allein um den Faden der Geschichte nicht abzubrechen, liefere ich hier einen Auszug davon. Der Ordenszweck blieb auch hier noch der nehmliche, welcher in dem Vertrag festgesetzt worden, aber die Grade, die Eintheilung derselben vorzüglich das Direcrionssystem wurde geändert, denn man nahm den Minervalgrad als eine Vorbereitungsklasse zu dem neuen Maurer System an, die zweyte Klasse sollen die allgemein ersten drey maurer Grade enthalten. Die dritte als das geheime Kapitel der Loge besteht aus grösseren, / [D 116] und dirigirenden Illuminaten, die sich auf das Studium der Menschenkenntniss verlegen und alle Geschäfte der Minervalen und der Loge besorgten, doch aber ober sich noch Vorgesetzte annahmen, welchen alle Verfügungen monatlich einberichtet werden mussten, und deren Verordnungen an das geheime Kapitel und von diesen an die übrigen Mitglieder erlassen wurden. Diese Vorgesetzte sollten aber indessen die Provinzialen und der Nazional seyn, biss die weiteren Grade zu den Mysterien bearbeitet wären, welche einen vollständigen Unterricht in jeder Wissenschaft und Kunst, in den verschiedenen Systemen der Philosophie, in der Einsicht aller geheimen Verbindungen, und was man noch wichtiges mit der Zeit in dem Revier entdecken würde, geben sollten.
Der Nahme dieses besonderen Zweigs der Massonerie war Illuminaten Frey- maurer. / [D 146]
§ 12.
Unter diesem Titel (den der Illuminaten-Freimaurer) wurden nun in ganz Deutschland Männer von entschiedener Gelehrsamkeit, Ansehen und Würden angeworben, und einige davon zu areopagiten aufgenommen. Ich nenne von diesen letzteren nur diejenigen, welche die einzigen waren, die Einfluß auf Bayern hatten und die hinlängliche Bürgen sind, dass die Direction des Ordens in keine unwürdige Hände gekommen und missbraucht worden sey.
Graf Stollberg zu Neuwied wurde zum Nazional von Deutschland ernannt. Weishaupt übernahm mit dem Kammergerichtsassessor von Dietfurth das Amt eines Prafect und Inspectors der deutschen Directionen und Graf Stahemberg, Domherr zu Eichstedt vermehrte die Zahl der fränkischen, sowie Graf Kostanza, nachdem er von seiner Maurerischen Reise wiederum nach Bayern zurückkam, jene der bayerischen areopagiten. Die schon angezogene Beylage' bestimmt genau den Zusammenhang der Direction und es erhellt daraus, dass in keiner Provinz ohne Vorwissen der ersten Ordens-Vorgesetzten etwas ausserordentliches konnte unternohmen werden, sodass alle nur auf einen Zweck und nach dem allgemein beliebten Plan arbeiten mussten.
§ 13.
Wegen Bayern verdient hier noch besonders angemerkt zu werden, dass das geheime Kapitel aus nachstehenden Mitgliedern bestand, nehmlich Graf von Torring Seefeld, Hofkammerprasident, Professor Bader, Revisionsrath von Berger, Grafen /
[D 147] Savioli, Revisionsrath von Werner, Marquis von Kostanza, Hofrath Zwackh, Freiherr von Monjellas, Kanonikus Hertel. Neben diesen hatten den Schottischen Rittergrad Graf von Seinsheim, Baron von Ecker, Major von Ow, Pfarrer Socher und Bucher, der Schulrat Fronhofer, Freiherr von Meggenhofen, Professor Grünberger, Apotheker Worz und Unterbibliothekar Drechsl, welche entweder wegen Abwesenheit von München, oder anderen Ursachen in dem geheimen Kapitel keinen Beisitz hatten, sondern nur den förmlichen Versammlungen des grösseren und dirigierenden Illuminaten beywohnten. Weil den Münchener areopagiten durch ihre gehauften Berufsgeschäfte nicht so viel Zeit mehr übrig blieb, als der Orden erforderte, so übergaben sie die Stelle eines Provinzialen dem Grafen Kostanza, jedoch dergestalten, dass Ihnen dieser von Zeit zu Zeit das Wichtigere vortragen, und auf Verlangen in allen Dingen Einsicht geben musste, auch wurden um eben diese Zeit Graf Seinsheim, Regierungs-Vizepresident, einstimmig dem Provinzial Collegio in Bayern einverleibt.
§ 14.
Nach dieser Verfassung und unter Anführung so vieler ehrwürdiger Männer, versprach sich der grössere Theill des Illuminaten Ordens eine ruhige, ewige Fortdauer, es mangelte auch an dem Fleiss der mittel und unmittelbaren Oberen gewiss nicht, diese berichteten und jene entschieden pünktlich, aber dadurch wurde der Orden mit den nötigen Kenntnissen nicht bereichert, deren Sammlung seinem Zweck das Verträglichste hatte seyn sollen und von welchen man den Mitgliedern einen so grossen Vorrath versicherte. Es schien, dass diese ganze Epoche mehr zu der äusserlichen Zierde als zu der innerlichen Verstärkung angewendet wurde, und ausser Weishaupt werden wenige an dem Hauptplan und den sogenannten Mysterien etwas bearbeitet haben. Desswegen kam auch ausser den bisshero gesagten Graden keine weiteren mehr zu Stande, und eben war man im Begriff den von W[eishaupt] entworfenen Provinzialgrad, oder Sacerdotium, zu durchlessen, worin die Wissenschaften abgetheilt, jedem eine gewisse Klasse von arbeiten angewiessen, die Methode ihren Unterricht zu erleichtern gezeiget und das resultat vorgelegt wurde, was bissher in jedem geleistet worden, dann wo nun mit der weiteren Erforschung anzubinden wäre, als der schon längere Zeit von Jesuiten, Mondien, Rosen- /
[D 148] kreutzern und Sektirern, gewissen sonderbahren Verbindungen ausgestreute Saamen der Zwietracht Wurzel fasste und der erste Sturm in Bayern eben gegen diejenigen ausbrach, welche die ersten Stifter und die thätigsten Arbeiter stetshin gewesen waren; in einem Lande ausbrach, wo man sich von der herrschenden Wuth der Feinde der Aufklärung mehr als in jedem andern versprechen konnte, und wo man vorher sahe, dass die Verfolgten wegen ihrer geringen Staats-Verhältnisse und Einfluss auf die Persohn des Fürsten könnten zertretten werden, und wo man sich endlich den grössern Anhang der Unzufriedenen selbst aus der Gesellschaft der Illuminaten geworben hatte.
§ 15.
Wenn ich unter die Verfolger die Jesuiten, Mönche und Rosenkreutzer rechne, so verstehe ich darunter nicht jedes individuum, welches zu dieser Klasse gehört, ich kenne selbst darunter Männer, die es den andern verdächten, aber die Mehrheit derselben bleibt immer mit meiner gegründeten Beschuldigung behaftet. Die Predigten, welche in Bayern von den Mönchen gehalten worden, und wo man sich alle Mühe gab das Volk gegen die Illuminaten und Maurer durch die niederträchtigsten Schilderungen von ihnen aufzuwiklen, das Bestreben der Jesuiten, in Privathäussern das zu werden, was Beichtvater Frank am Hof, die abscheulichsten Schandthaten der Gesellschaft zuzuschreiben und endlich die Mitwirkung der Rosenkreutzer ist aus der Geschichte der Verfolgung der Illuminatens und aus dem Schreiben der letzteren an Prof. Bader und seine Antwort, die dort abgedruckt ist, hin- länglich bekannt.
Das Münchener Kabinet begnügte sich nicht durch wiederholte Mandate, diese und alle maurerischen Gesellschaften zu verbieten, sondern entschloss, die Illuminaten-Sekte mit Gewalt zu vertilgen, und so gnädig und mässig die Verordnungen selbst abgefasst waren, um desto schärfer war ihr Vollzug. Man verbannte mehrere ihrer Mitglieder, zerstreute die andern durch Drohungen und Furcht und machte dadurch das Ausland aufmerksam und scüuchtern. Selbst die auswärtigen Mitglieder stellten umsomehr ihre Arbeiten und Versammlungen ein, als /
[D 149] man die weiteren Folgen von dem allen Orten verbreiteten üblen Ruf der Ill[uminaten] Verbrüderung und von der Rechtfertigung ihrer Verfolgten erwarten wollte und die ersten Vorgesetzten ohnehin im Begriff waren in den unteren Graden Verbesserungen vorzunehmen, und mit vereinigten Kräften die höhere zu Stande zu bringen.
§ 16.
Das war der Anfang und das Ende von einer geheimen Gessellschaft, welche seit drey Jahren beynahe ganz Europa aufmerksam und neugierig machte, welche die grösste Regierungsbeschäftigung vor das Kurpfalz-bayrische Kabinett waren, der man eine Macht, Absichten und einen Zweck zumuthete, vor welchem sich ganze Staaten fürchten sollten, dessen unbekannte Obere man vor nichts weniger als Landesverrather, Dokumentenräuber, Majestätsverbrecher und Meuchelmorder schilderte, alles bloss deswegen, weil man sich die Mühe nicht gab mit gesunden Augen zu sehen, jede Anklage vor erwiessen annahm, die Beschuldigten nicht anhören und den Inquisitoren kein Mittel beyfallen oder beyfallen wollte, durch welche nach Vorschrift der Gesetze das ganze sich sehr leicht hätte entdecken lassen.
Fußnoten:
[E 80-149]: Die mit [D ...] gekennzeichneten Fußnoten stammen aus dem Originaldruck von Engels, welche aber van Dülmen nicht abdruckte. Sollte sich die Gelegenheit ergeben, werden sie nachgeliefert. [Anm.: Tinúviel]
[1] Von Engel aus dem Nachlaß Zwacks veröffentlicht.
[2] A. Weishaupt, Apologie der Illuminaten (1786).
[3] Hl. Texte der alten Parsen.
[4] Anhänger der altpersisdien Religion des Zoroaster.
[5] Von Engel nicht mit abgedruckt.
[6] Nach anderen glaubwurdigeren Aussagen 1776.
[7] Von Engel nicht mitveröffentlicht.
[8] Das Buch von Weishaupt erschien 1784 in Frankfurt-Leipzig.
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Anhang 1: Register und Mitgliederliste [Dülmen 75: S. 439-453]
x  = Mitgliedschaft gesichert: ohne Rücksicht auf Dauer und Grad der Zugehörigkeit
xx = Mitgliedschaft ungesichert
   Abbt, Thomas (1738-1766), phil. Schriftsteller, Bückeburg, 36, 150, 152, 221
xx Abel, Jakob Friedr. v. (1751-1829), Prof. u. Generalsuperintendent, Stuttgart, 63
x  Ackermann, Edmund, Kaufmann in Mainz [Sextus Quintilius Varus]
x  Aldenbruck, Christian Heinrich, Hofkammerrat in Köln [Petrus Waldus]
x  Ambach v. Grienfelden, Martin, Kanonikus aus Landshut [Antonius Liberalis]
x  d'Antoine, Ferdinand, Hauptmann u. Komponist in Bonn [Hermogenes]
x  Aretin, Adam Christoph, Baron v., Landesregierungsrat, München
x  Armansberg, Franz Frhr. v., jun., Kastner in Burghausen [Maxentius]
x  Arnhard, Stadtrat u. Zeugmacher in München [Thelephus]
x  Arnold, Hiac., Kanonikus in Eichstatt (Brunn) [Moses]
x  Au, Baron v., Major in München [Miltiades], 100, 400
x  Baader, Ferdinand M. (1747-1797), Leibarzt u. Professor in München [Celsus], 31, 33, 37 ff., 41, 46, 48,
   54, 56, 84, 90, 165, 226 ff., 242 ff., 246 ff., 252, 256, 260, 262 ff., 274, 276, 278, 318, 332 f., 335,
   338 f., 370, 400 f., 406, 408
x  Babel v. Babelsberg, Hofkammerrat in Neuburg [Anaxagoras]
   Babo, Joseph Maria (1756-1822), Schriftsteller in München, 87, 100
x  Bachelle, Theologe und Hauslehrer in Köln [Tacitus]
   Bahrdt, Karl Friedrich (1741-1892), rad. Aufklärer u. Theologe in Halle, 44, 73,97
x  Baierhammer, Alois, Klosterrichter in Diessen [Zoroaster, dann Confucius], 218,220, 247, 261
x  Barensfeld, Karl Jakob, Handelsmann in Neuwied [Methrodorus]
x  des Barres, Karl, Major in Neuwied [Archelaus]
   Barruel Augustin (1741-1820), frz. Jesuit, Paris-London, 94
x  Barth, Karl Anton v., Landschaftskanzler, Oberrichter in München [Marcellus]
x  Barthel, Joh. Georg, Kaufmann in Neuwied [Bunder]
   Basedow, Joh. Bernhard (1723-1790), Pädagoge u. Schriftsteller in Dessau, 36, 150, 152, 220 f., 229
x  Bassus, Thomas Frhr. v. (1742-1815), Podesta von Tirano/Graubunden, Herr von Sandersdorf [Hannibal],
   31, 40, 68, 72, 91, 97, 142, 165, 225, 227, 257, 286, 294, 332, 366 f., 400, 404
xx Batsch, August (1761-1802), Professor in Jena [Florian]
x  Bauer, Alois, Jurist aus Ingolstadt [Isocrates]
   Bauer, Ferdinand, aus Ingolstadt [Democrit], 32
x  Bauer, Michael, aus München [Archilogus]
x  Baubof, Advokat in Eichstatt [Agathon], 28, 217 f.
xx Baumbach, v. [Zamolxis]
x  Baumgarten, Max  Joseph Graf v. (1746-1790), Oberst in Burghausen [Pelusius/Pelasgus)
x  Bebl, Hofkammerrat in Neuburg [Anaxagoras]
x  Beckmann, Hofrat in Neuwied [Alcuinus]
x  Beer, Sebastian, Maler in München [Dürer]
   Beethoven, Ludwig van (1770-1827), Musiker und Komponist aus Bonn, 61
[M 1]
x  Belcredi, Anton Gr. v., kk. Kammerer u. Oberstwachmeister in Brunn [Minutius Rufus]
   Bellegarde, Abbé de, Jean Bapt. Morvan (1648-1734), frz. Schriftsteller, 150, 152
x  Bentzel, Anselm Franz v. (1738-1785), Hofkanzler u. Univ.-Kurator in Mainz [Thomas Morus], 61
x  Bentzel, Joh. Baptist Frhr. v., Hofregierungsrat in Mainz, dann in Wien [Arnulfus Imperator]
x  Berger, Franz Paul v., Revisionsrat in München (Scipio], 32 f., 38, 48, 54, 74, 86, 165, 228 f., 234-238,
   242 f., 246 f., 256, 260, 278, 331, 338, 379, 400, 402, 406, 408 f.
x  Bermiller, Wolfgang (1743-1814), Pfarrer in Amberg
xx Bernard, v., Pfarrer in München
x  le Blanc, Handelsmann in Aachen [Servetius]
   Blau, Felix Anton (1754-1798), Professor in Mainz, Klubmitglied, 414 f.
x  Blazek, Pfarrer in Brünn [Cajus Servilius]
x  Bleibtreu, Karl, Kammerrat in Neuwied [Busius]
x  Bleibtreu, Leopold, Kammerrat in Neuwied [Alberoni]
x  Bleibtreu, Ludwig Georg, Kontorbedienter in Neuwied [Favorinus]
xx Blumauer, Alois (1755-1798), Schriftsteller in Wien, 68
x  Bibinger, Michael, Wirt in Freising (Philemon]
xx Binder v. Kriegelstein, Joh. Friedrich (1758-1790), bei d. kk. Gesandtschaft in München
x  Bode, Joh. Joadüm Christoph (1730-1793), Hofrat in Weimar [Aemilius], 59, 64 f., 67, 72 f., 92, 97,
   294 f., 299, 322 ff., 326 f.
x  Bötke, Apotheker in Brunn [Nautius]
x  Boos zu Waldeck u. Montfort. Philipp Frhr. v., Kammerherr in Mainz [Alcuinus]
xx Born, Franz Frhr. v. (1742-1791), Naturforscher in Wien, 68
xx Bouri, Kabinettssekretar in Kassel
x  Bouseck, Baron v., Hauptmann in München [Learcus]
   Bomer, Archibald (1686-1760), engl. Historiker, 231 f.
xx Brade, Reg: Konsistorial- u. Polizeirat in Darmstadt [Bion]
x  Brahm, Advokat in Mainz [Manasses]
x  Brannten, Joseph, Kaufmann in Aachen [Helvidius Perseus/Priscus]
xx Brauninger (Bruninger), Hofmeister in München [Philastrius/Tilastrio]
x  Brenner, Buchhändler in Frankfurt [Arcateus]
x  Brewer, Handelsmann in Köln [Pisistratus]
x  Bronner, Franz Xaver (1758-1850), Schriftsteller, später in Aarau [Aristoteles], 53, 72,97
x  Brunner, Pfarrer in Tiefenbach [Pico Mirandola], 62, 97, 269, 413
x  Brunner, Joh. Michael v., Leutnant und Forstamtsassessor in Neuwied [Macedonius]
   de la Bruyère, Jean (1644-1696), frz. Gelehrter, 150, 152
x  Bucher, Anton (1746-1817), Schriftsteller u. Pfarrer in Engelbrechtsmunster (Ulrich v. Hutten], 31, 54,
   91, 258, 338
xx Buff, Praktikant [Tell]
x  Buk(g)ingham, Leutnant in Burglengenfeld (Lisander], 275, 277
x  Burkard, Joh. Stephan Val., Stadtphysikus in Mainz (Sextus Empiricus]
x  Burkart, Philipp Karl, Vikar in Mainz [Cleanthes]
x  Cämmerer, Jurist in Mainz [Ptolemäus Philadelphus]
x  Caprano, Joh. Adam, Jurist in Mainz, Klubmitglied (Ariovist], 61
x  Carl, Matth., Jurist in Freiburg [Phil. Cariosus]
x  Carstanjen, Friedrich Wilhelm, Handelsmann in Dusseldorf [Ariovist]
xx Castell, Baron v., jun., Hofkastner in München
   Chalgrin, Louis Antoine, Legationsrat d. frz. Gesandtschaft in München, 86, 143, 366
x  Chambiorc, Weltgeistlicher u. Professor in Mainz [Empedokles]
x  Cobenzl, Joh. Philipp Graf v. (1741-1810), Reichsvizekanzler in Wien [Numa Pompilius
   Romanus], 68 f., 274, 284
x  Cobenzl, Ludwig Graf v., Domprobst in Eichstatt [Arrian], 32 f., 38, 49, 68-71, 73,. 84, 165,
   261, 282, 284, 287 f., 290, 318, 332, 365, 401, 406
x  Coenen, Arzt in Brünn [Publius Cornelius]
xx Colloredo, Graf v., Hauptmann [Conon]
   Comenius, Amos (1592-1670), tschech. Pädagoge und Schriftsteller, 135
x  Coronini, Joh. Baptist Graf v., Leibknabe in Mainz [Bembo]
x  Cosandey, Joh. Sulpitius, Weltpriester u. Professor in München [Xenophon], 54, 85, 89,
   126, 142, 379 f., 399
x  Costanzo, Marquis Const. v., Hofkammerrat in München [DiomedesJ, 26, 32 f., 37 f., 40, 43, 48 f.,
   53 ff., 62, 67, 72 ff., 86 f., 91, 97, 248, 255 ff., 262, 264 f., 268, 273, 276 ff.,
   285, 287, 302, 304, 312, 328 f., 336, 338, 374, 392, 398, 401 f., 409 f.
xx de Couvier, Hofrat in München
   Crätz, Joh. Alois, Buchhändler in München, 85, 97, 99
   Custine, Adam Philippe Gr. de (1740-1793), frz. General, 418 f.
x  Dalberg, Karl Theodor v. (1744-1817), Statthalter in Erfurt, Koadjutor von Mainz, später Primas
   von Deutschland [Baco v. Verulam], 61, 73, 306
xx Dannenmayer, Matthias (1744-1805), Professor in Freiburg (Crantor?]
   Danzer, Jakob (1743-1796), Professor in Salzburg, 413
xx Danzer, Joseph Melchior (1739-1800), Geistl. Rat in München
x  Delling, Joseph v., Kanonikus in Freising [Pansa], 99
x  Delling, Nepomuk v., jun., Stadtrat in München [Plinius minor], 244, 400
x  Denecke, Arnold Gerhard, Advokat u. Ratsherr in Bremen [Gelon]
x  Dillis, Abbé aus München [Timagoras], 399
x  Ditfurth, Franz W. v. (1738-1813), Reichskammergerichtsassessor in Wetzlar [Minos], 48 f., 58 ff., 63,
   67, 73, 84, 290, 292, 304, 323 f., 338, 406
x  Dirnitz, Baron v., Major in Straubing [Trasibulus]
x  Dobeneck,. Joh. Christian v., Kreismajor in Neuwied [Petrus Mongus]
x  Dorner, Theodor (Thaddäus), Sekretar in München [Scaliger], 302
x  Dorr, Hermann, Commissar der pfalz. Porzellan-Fabrik (Demophilus]
x  Dorsch, Anton Jos. (1758-1819), Theologieprofessor in Mainz, Klubmitglied [Ptolemäus Lathurus], 61, 92
xx Dosch, Kanonikus in Straubing [Lucianus]
x  Drexel, Anton (1753-1830), Weltpriester u. Bibliothekar in Ingolstadt [Pythagoras], 32, 54, 56, 86, 91,
   225, 229, 244, 258, 261, 264, 266, 274, 299 f., 302, 329, 338, 400
xx Dreyer, Jurist iri Freiburg (Antipater]
x  Dubick Johann, Handelsmann in Aachen [Bellarminus]
xx Dümmler, Flötist in München
x  de Duffrene (Dufresne), Franz Paul, Hofrat in München [Maevius]
x  Duschl, Alois, Repetitor in Ingolstadt [Confucius / Deucalion], 32, 91
x  Ebersperg, gen. v. Weihers u. Leyen, Philipp Ernst, Kais.-Kammerherr in Mainz [Crescens] .
x  Eckart v., Hauptmann in Mainz (Svantopolk]
x  Eckartshausen, Karl v. (1752-1803), Archivar u. Schriftsteller in München [Aetilius Regulus], 74, 85
x  Ecker (Egkher), Ludwig Baron v. (1757-1826), Hofrat in Amberg (Pericles], 32, 38,
   54, 228, 247, 274 f., 302, 338, 400
x  Effner, Joseph Fel. v., Stiftsdediant in München [Maron / Charon], 100
x  Ehrmann, Arzt in Frankfurt [Hierophilus]
x  Eichhoff, Joh. Joseph (1762-1804), Mundkoch des Kurfürsten in Bonn [Desiderius]
x  Eichhoff Joh. Peter, Redakteur des Bonner Intelligenzbl. (Hephaestion], 61
xx Eisenreich, Anton v., Fiskaldirektor in München
xx Emerich v., Postmeister in Regensburg-Memmingen [Pissidonius]
x  Engel Philipp Jak., Kirchenrat u. luth. Prediger in Neuwied [Malebrandie]
x  Erdt, Markus Baron v., Hofrat in München [Theseus], 74
x  Ernst II. Herzog von Sachsen-Gotha-Altenburg (1745-1804) [Quintus Severus], 49, 64, 70,
   73, 93, 322 f., 326 f., 404, 406 [M 2]
x  Esser Rudolf, Kaufmann in Aachen [Godofredus a Valla]
x  Evald, Leutnant in Burghausen [Armidormus]
x  Faber, Landrichterssohn in Schongau (Suidas]
x  Falcke, Hof- u. Konsistorialrat in Hannover [Epimenides], 63, 318, 322
x  Falgera, Sig(is)mund, Violinist in München [Attis], 38, 72, 97, ~57, 400
x  Feder, Joh. Georg Heinrich (1740-1821), Professor in Göttingen (Marcus Aurelius], 27,
   57, 63 f., 107, 262, 304
xx Ferdinand, Herzog von Braunschweig (1721-1792), 58 f., 64 ff., 70, 298, 306, 322 [M 3]
   Ferguson, Adam (1724-1816), schott. Moralphilosoph, 229, 232 [M 4]
x  Finner (Firmer), Basil., Benediktiner u. Professor in Freising (Musonius]
x  Fischer, Joh. Bapt., Bürgermeister u. Stadtrat in Ingolstadt [Menippus], 91, 258, 261, 400
x  Fischer, Wilhelm, Oberleutnant in Brunn [Scipio Africanus]
xx Flechtig, Ferdinand, Advokat in Freiburg [Polemo]
   Fleury, Claude (1640-1723), frz. Kirchenhistoriker, 331 f.
   Forster, Joh. Georg Adam (1754-1794), Schriftsteller u. Bibliothekar in Mainz, Klubmitglied, 73, 94, 303
x  le Fort, Franz, Offizial in Brünn .[Dolabella]
x  du Foy, Kaufmann in Frankfurt [Aristippus]
   Frank, Ignaz (1742-1795), Jesuit u. Beichtvater in München, 25, 90, 339, 391, 393
xx Franz, Sekretär in Hanau [Propertius]
xx Frauenberg, Max Joseph Frhr. v., Geistl. Rat in Freising [Adrian]
xx Frauenhofen, Baron v., Jurist (Manlius Torquatus]
xx Fraunberg, Joseph Maria Frhr. v. (1768-1842), spater Bisdiof von Augsburg u. Erzbischof von Bamberg
x  de Frey, Kaufmann in Regensburg [Janson]
xx Freyberg, Xaver Frhr. v., Kapitular in Eichstatt [Pittacus]
x  Fronhofer, Ludwig (1746-1800), Professor u. Schulrat in München [Raimundus Lullus], 31 f.,
   40, 51, 56 f., 91, 100, 246 f., 262, 277, 307, 400
x  Fuchs, Joh., Kopist in Neuwied [Mohrhof]
x  Füll Joh. Nepomuk, Baron v., aus München [Phyloctetes]
x  Gallmann, Leutnant in Landsberg [Eugenius], 275, 303
x  Gaza, v., Oberleutnant in Donauworth [Titus Quintus flamin.]
x  Gebra, Joh. Ludwig, Prazeptor in Neuwied [Buxtorff]
x  Geispitzheim, Baron v., Hauptmann in München [Polibius]
xx Genedel Praktikant in München [Titus Herminicus]
xx Gerhardinger, Kanonikus und Pfarrer [Plato]
xx Geiger, Pfarrer in München (Bajamont]
xx George, v., Geh. Rat in München
   Gerbert, Martin (1720-1793), Benediktinerabt von St. Blasien, 414
x  Gerstner, Joseph, Stadtphysikus in Eidistatt [Odin]
   Giannone, Pietro, italien. Historiker, 231 f.
x  Glückselig, Ignaz, Tabakamtsadministrator in Brunn [Curius Dentatus]
xx Goethe, Joh. Wolfgang (1749-1832), Dichter u. Hofrat in Weimar [Abaris], 66, [M 5], [M 6]
   Grafenstein, Heribert v., Professor in Ingolstadt, 87
xx Grassler, Archivar in Innsbruck [Dionisius]
x  Greiffenklau zu Vollrats, Friedrich Carl Frhr. v., Kammerherr in Mainz (Hegesias]
x  Groggen, (Chr.) v., Advokat in Neuburg [Anacreon]
x  Grolmann, Ludwig A. v. (1741-1809), Regierungsrat in Gießen (Gratian], 63
x  Grünberger, Georg (1749-1820), Professor u. Bücherzensurrat in München [Archytas], 54, 85, 300, 303, 399
   Guicciardini, Francesco, italien. Historiker, 231 f.
x  Gumpenberg, Ferdinand Frhr. v., Hofrat in München (Protheus], 74
x  Hachenberg, Klemens Ferdinand v., hess. Generalleutnant in Neuwied (Quintus Sextius]
x  Haeffelin, Kasimir v. (1737-1827), Präsident d. Geistl. Rats u. Hofbischof in München
   [Philo Biblicus], 56, 74
x  Hampel, Musiker in München [Amphion]
x  Handl, Seb. Edler v., Hauptmann in Burghausen [Zoppirus]
x  Hanka, Bibliothekar in Brunn [Aemilius]
x  Hardt, jülich-berg. Hofkanzlei-Advokat in Düsseldorf [M. Antonius]
   xx Hartl, Student in Landsberg [Theoponus]
x  Hartmann, Franz Phil. v., Kanonikus in Aa~en (Van Espen]
x  Hatzfeld, Hugo Franz Graf v., Domherr u. KammerPräsident in Worms (Tankred d'Hauteville]
x  Hauptmuller, Stabsauditor in Brunri [Claudius Marcellus]
x  Haym, Karl Heinrich v., Major u. Vizeoberforstmeister in Neuwied (Secundus Atheniensis]
   Helvetius, Claude Adrien (1715-1771), frz. Philosoph, 26, 36 f., 107, 135, 150, 152, 220 f.
xx Herder, Joh. Gottfried (1744-1803) Schriftsteller, Hofprediger u. Generalsuperintendent in Weimar
   [Damasus pontifex], 66, 73 [M 5]
x  Herget, Joh. Heinrich, Kopist in Neuwied [Lutherus]
x  Herler Placidus, Benediktiner aus Donauwörth [Vicentius Caraffa)
x  He(oe)rmann, Edmund, Beneficiat in Kreuzpullach [Epictetus]
x  Hert, Kammergerichts-Procurator in Wetzlar [Gyges]
x  Hertel, Jakob Anton, Kanonikus in München [Marius], 32, 38, 40, 46, 48, 54, 142,
   165, 228 f., 231 ff., 235-238, 242 f., 246 f., 252, 256, 260 f., 278, 332, 338, 400 f.,405 f.
x  Hetzler, Advokat in Frankfurt [Aristides]
x  Hillesheim, Alois Fr. Wilhelm v., Zensurrat in München, 102
   Hirschfeld, Christian, phil. Schriftsteller, 152, 303
x  Hobmann aus Eichstätt [Onescritus]
x  Hochercadl, Klosterrichter von Steingaden [Physistratus], 275, 277, 400
x  Hof Johann Georg, Hofgerichtsrat u. Schulkommissar in Mainz [Airon]
   Hoffmann, Leopold Alois, Professor u. Journalist in Wien, 63, 94 f., 97
x  Hofmann, Andreas Josef (1753-1849), Professor u. späteres Klubmitglied in Mainz [Aulus Persius], 61
x  Hofmann, Kammergerichtsprocurator in Wetzlar [Cutworth]
x  Hoheneicher, Franz von Paula v., Hofkammerrat in Freising [Alcibiades], 32 f.,
   38, 40, 99, 165, 218, 235, 239, 247, 330, 401, 406
x  Hohenfeld(s), Christoph Frhr. v. (gest. 1822), Domdechant in Speyer u. Staatsrat in Trier [Newton]
   d'Holbach, Paul Thiry (1723-1789), frz. Philosoph, 26, 36 f., 107, 135, 221, 309,311
x  Horix, Joh. Baptist (1730-1792), Geheimer Rat u. Professor in Mainz, dann in Wien [John Milton], 61
x  Hornstein, Max Frhr. v., Kammerherr in München [Vitus Vespasian]
x  Hueber, Franz Xaver v., Hofkammerrat in München (Theocritus]
   Hume, David (1711-1776), schott. Philosoph u. Historiker, 231 f.
x  Hutter, Xaver, Schuldirektor in Straubing [Apuleius]
x  Jacobi, Friedrich Heinrich (1743-1819), Geh. Rat u. Kammerrat in Düsseldorf [Sully], 66
   Ickstatt, Adam (1702-1776), Professor u. Direktor der Univ. in Ingolstadt, 25
   Joseph II., Dt. Kaiser (1741-1790), 68, 89, 287
x  Jung, Rat in Straubing [Columella], 400
xx Kaestner, aus Weimar [Amaris]
x  Kaltner, Leutnant aus Ingolstadt [Allucius]
x  Kammerloher, Franz Xaver v., Jurist in Freising [Lepidus]
x  Kanzler, Benno, Arzt [Euriphon]
x  Kapfinger, Georg, Amtssdireiber in Burghausen [Thales milesius]
x  Karl, Landgraf von Hessen-Kassel (gest. 1836) [Aaron], 58 f., 64 ff., 70, 95, 295,319, 323 f., 327 [M 3]
xx Karl August, Herzog v. Weimar (1757-1828) [Aeschylos], 66 [M 5], [M 6]
   Karl Theodor, Kurfürst von Bayern (1724-1799), 13, 24 f., 37, 62, 65, 69, 85 f.,88, 90,
   93, 328 f., 365, 374, 379, 384, 390, 392, 399, 404, 406, 411 [M 7]
x  Kauhlen, Franz Wilhelm, Hof- und Medizinalrat in Bonn [Tassilo]
x  Kaysersfeld, Georg Anton v., Kanonikus in Aachen [Gerson]
x  Kern, Adam v., Leutnant in München [Darius]
x  Kern, Anton Frhr. v., Vizekanzler der Landschaft in München (Licurgus]
   Kerner, Joh. Georg (1770-1812), Arzt und polit. Schriftsteller, 73, 94
x  Kesselstatt, Joh. Philipp Graf v., Domherr in Koblenz [Guicciardini]
x  Kestler, Hofrat in München, 74
x  Kingenhaimmer, Advokat in Frankfurt [Themistocles]
x  Kinigl, Graf, aus Innsbruds (Demetrius), 68, 286, 367
x  Kleer, Claudius, Kaufmann in München [Leander)
xx Kleiber v., Kanzler in Amberg
x  Kleucker, Joh. Friedrich (1749-1827), Philosoph und Theologe, Rektor in Osnabrück [Terentius Varro]
x  Knigge, Adolf Frhr. v. (1752-1796), polit. Schriftsteller [Philo], 25, 32 f., 37 f.,
   43 f., 46-49, 51, 55, 57-60, 62-65, 67, 70, 71 ff 75, 8~, 95, 99, 107, 118, 120,
   122 ff., 127 ff., 142 f., 199, 240, 242 f., 245-252, 256 f., 259, 265 f., 268, 273 f.,
   276, 278 f., 282, 285 f., 288 ff., 294 ff., 299, 305 f., 308 ff., 311 ff., 317, 319-325,
   336, 341 ff., 361 ff., 371, 401, 406, 408
x  Knorr, Sebastian, Gerichtsschreiber zu Dachau [Plinius major], 244
x  Königsfeld, Jos. Graf v., Domherr in Freising (Augustus/Orion], 99
   Körner, Christian Gottfr. (1856-1831), Jurist u. Freund Schillers, 67, [M 9]
x  Kohlborn, Karl Jos. Hier. (1744-1816), Kanonikus u. Hofmeister d. Gr. Stadion
   in Mainz [Chrysippus], 68, 285, 292 f.
x  Koller, Martin, Oekonomie-Inspektor in Mainz [Teutobach]
x  Kollowrat, Franz Ant. Graf v., aus Prag [Julius]
x  Kollowrat, Leopold Graf v., Kanzler fur Böhmen in Wien [Numenius], 56, 59,68, 75, 274 ff., 293, 309
xx Kollowrat, Vinzenz Graf v., aus Prag [Decius]
x  Koppe, Joh. Benjamin (1750-1791), Generalsuperi.ntendent in Göttingen u. Hannover (Accacius], 63
x  Kosmann, Jurist in Mainz (Charondas]
xx Kozer (Kurzer), Mautschreiber in Friedberg
x  Kraller v., aus Neuburg (Anacreon)
   Kreitmayer, Alois (1705-1790), bayr. Staatskanzler in München, 24, 69
x  Krenner, Joh. Gottfried, aus Ingolstadt [Nominius]
x  Krenner, Joh. Nepomuk (1759-1812), Professor in Ingolstadt [Arminius], 54,261, 379
x  Kröber, Karl, Hofmeister d. Sohne des Gr. Stolberg in Neuwied [Agis), 60
x  Kröpp [Anacreon], 258
x  Krüger, Weltpriester in Mainz [Porphyrius]
x  Krziwanek, Advokat in Brunn [Attilius Claudius]
x  Küstner, Holzhändler in Frankfurt [Avicenna]
x  Lang, Jurist in Mainz (Plotinus)
x  Lang, Franz Georg, Hofrat in Eidistatt [Tamerlan], 32, 38, 227 f., 233
x  Lang, Joh. Adam, Jurist in Mainz, später Klubmitglied [Hugo Grotius], 61
x  Lanz, Joh. Jakob, Weltpriester in Erding [Sokrates], 89, 99, 101, 268, 392, 400
xx Larosée, Joh. Caspar Alois Graf v., in München, 330
   Lavater, Joh. Kaspar (1741-1801), philos. Schriftsteller in Zürich, 67, 143, 312
   Lebret, Joh. Friedrich (1732-1807), Theologieprofessor in Tübingen/Stuttgart,231 f.
xx Lechner, Repetitor an d. hzgl. Akademie in München
   Lehrbach, Franz Sigmund Frhr. v., osterr. Gesandter in München, 392
xx Leiden, Baron v. jun., in München [Plato]
x  Leiden, Baron v., Jurist in Ingolstadt [Mithridates]
   Lenoble, Eustadse (1643-1711), frz. Schriftsteller, 150, 152
x  Lerchenfeld, Max. Emanuel Reidisgr. v., Generalleutnant in München [Epaminondas]
x  Lerchenfeld-Siessbach, Franz Xaver Reichsgr v., Hofrat in München [Cleomedes],262
   Lessing, Gotth. Ephraim (1729-1781), Schriftsteller und Bibliothekar in Wolfenbüttel, 19, 107, 113
x  Leonardi, Handler in Frankfurt (Anacarsis]
xx Leuchsenring, Franz Midiael (1746-1827), hess.-darmstadt. Hofrat, in Berlin,[Leveller]
xx Lieber, Anton, aus Freising
   Lippert, Caspar (1721-1800), Revisionsrat in München, 90, 101
   List, Georg Friedrich, kurpf. Finanzkammerrat, dt. Jakobiner, 73
x  Lodron, Maximilian Graf v., Revisionsrat in München (Numa Pompilius graecus],32, 55, 74, 100
xx Löffler, Joh., Tabaksgefalls-Beamter in Brunn [Cornelius]
x  Löwenich, Bartholomaus v., Kaufmann in Burtscheid bei Aachen [Abulceda]
x  Löwenich, Isaak v., Kaufmann in Burtscheid bei Aachen [Maimonides]
x  Löwenich, Peter v., Kaufmann in Burtscheid bei Aachen (Amphyction]
x  Löwenthal, v., Regierungsrat in Amberg (Ephorus/Lucilius], 400
x  Loos, in Mainz [Boethius]
x  Lory, Matthias, aus München [Ludovicus bavarus]
xx Lotter, Jacob, Kanzlist bei d. Legation v. Augsburg (Amaniphis/Amenovis]
   Low, Karl Jak. v., Assessor in Neuwied [Canius Julus]
   Mably, Gabriel Bonnot de (1709-1785), frz. Schriftsteller, 107, 135
   Macchiavelli, Niccolo (1496-1527), ital. Schriftsteller u. Staatstheoretiker, 231 f.
x  Macke, Franz Konrad (1756-1844), Polizeikommissar, späterer Klubist u. Bürgermeister in Mainz
   [Johann Reuchlin], 61
xx Mader, Arzt in Manchen (Esculapius]
x  Mändl, Theodor, Reichsfrhr. von Deutenhofen, Hofkammerrat in München [Colbert], 92 f.
x  Malcomesius, Franz Gottfr. v., Leutnant in Neuwied [Apollonius Thyanens]
xx Marschall, Gr., in Weimar (Philostratus]
   Maria Anna, Herzogin von Pfalz-Sulzbach, 54, 69, 85 f., 392
   Mariana, Juan de (1537-1624), span. Historiker, 231 f.
x  Martini, Augustin Weltpriester u. Präfekt der Trivialschule in Mainz (Crantor)
x  Maskov, Stadtgeridmsassessor in Mainz (Christian Rosenkreuz]
x  Massenhausen, Anton v., Hofkammerrat in München [Ajax], 28 f., 31 f., 39, 74,217-220, 231,
   235-238, 246 f., 288, 330, 401, 405 f., 408
x  Maurer Abbe, Hofmeister aus Heidelberg/München [L. Caecilius Antipater]
x  Mauvillon, Jakob (1743-1794), Professor in Kassel-Braunsdtweig [Agesilaus/Arcesilas], 63, 73, 243
   Max III Joseph, Kurfürst von Bayern (1727-1777), 24
   Maximilian IV, Kurfürst v. Bayern-Pfalz-Zweibrucken, später König von Bayern (1806-1825), 421 f. [M 8]
   Max Franz, Kurfürst u. Erzbischof v. Köln (1756-1801), 61, 95
x  Mayer, Priester u. Hofmeister in München [Ganganelli]
xx Mayerhofen, Geistl. Rat, München
   Mederer, Joh. Nepomuk, Exjesuit u. Historilser, Ingolstadt, 103
x  Meggenhofen, Ferdinand Baron v., Regimentsauditor in Burghausen [Sulla], 54,91, 102, 142, 366, 400
xx Meggenhofen, Baron v., jun. [L. Cornelius], 32
x  Meiners, Christoph (1747-1810), Phil. Professor in Göttingen (DicearchJ, 36,64, 107, 150, 152, 221, 262
x  Merz, Max Edler v., Patrizier aus Ravensburg, Gesandter in Regensburg [Tiberius],
   28, 32 f., 38, 49, 99, 165, 218, 230 f., 235, 239, 288, 330, 400 f., 405 f., 408
   Metternich, Clemens Gr. v. (1773-1859), osterr. Staatskanzler, 60
x  Metternich-Winneberg, Franz Gg. Graf v. (1746-1818), kaiserl. Gesandter in Koblenz [Ximenez]
x  Metternich, Matthias (1758-1825), Professor f. Mathematik u. späterer Klubist in Mainz [Thuisco], 61
x  Michl, Anton, Weltpriester u. Hofmeister in Freising [Solon], 32, 165, 218, 235,239, 401, 406
x  Michl, Gilbert, Superior v. Steingaden [AntoniuslHusgation]
x  Mieg, Joh. Friedrich (1700-1788), evangl. Kirchenrat in Heidelberg [Epictet],
   49, 62, 67, 73, 97, 265 f., 269, 274, 282, 304, 406
   Milbiller, Joseph (1753-1816), Weltpriester u. Professor in München/Ingolstadt,73, 85, 97, 99
x  Modone, Kaufmann in Brunn [Papirius]
x  Moldenhauer, Daniel Gotth. (1753-1821), Prof. in Kopenhagen, 65
x  Montalbano, Joseph Graf v., franz. Hauptmann, Hofkammerrat in München [Cassius]
x  Montgelas, Max Frhr. v. (1759-1838), Hofrat, späterer Minister in Bayern [Musaeus],
   2b, 32, 40, 54, 73 f., 86, 90 f., 96, 257, 265, 338, 400
   Montaigne, Michel (1533-1592), frz. Philosoph u. Schriftsteller, 36, 100, 150,152, 221
   Moracvitzky, Topor Graf v. (1735-1810), Präsident d. Oberlandesregierung in München,
   späterer Staatsminister, 37, 56, 260 f., 369
xx Moser, Sekretär b. Münz-Collegium in München (Dionysius Areopagita/Plinius]
x  Mühlbauer, Joseph, Sekretar d. Geistl. Rats in München [Archilogus/Ardzilachus]
x  Münter, Friedrich (1761-1830), Theologe in Kopenhagen, 72
xx Musaeus, Joh. Karl August (1735-1787), Professor in Weimar (Priscillian]
   Mutschelle, Sebastian (1749-1800), Exjesuit, Professor in München, 414
x  Nagel, Benefiziat in Merdüng [Thomas Wentworth]
x  Neefe, Christian (1748-1798), Hoforganist in Bonn (Glaucus], 61, 249, 306 f.
xx Nemmer, geh. Kanzlist in München [Thalius]
x  Neumayr, Clemens v. (1766-1829), aus Burghausen [Adonis], 25, 53, 72, 84
x  Nicolai, Friedrich (1733-1811), Buchhändler u. Schriftsteller in Berlin [Lucian],66, 256 f. [M 10]
x  Nidermayr, Thomas, Pfarrer in Willing [Sueton]
   Nimis, Norbert, Professor in Mainz, später Klubmitglied, 413 f.
x  Oberthür, Bonifaz (1749-1804), Gymnasialdirektor, dann Rektor d. Univ. Bonn,61
x  Ockel, Balthasar, Rat in Neuwied-Wetzlar [Hercules]
x  Oeffner v., Domdechant, Geistl. Rat in München [Maron]
x  Ostertag, Joh. Philipp (1734-1801), Rektor am Regensburger Gymn. [Hierotheus]
x  Ott, Klosterridmer v. Rottenburg [Dionysius Halicarnensis], 275, 367
x  Ow, Baron v., General in München [Mithridates], 54, 302, 338
x  Ohlenschlager, Practicus in Frankfurt [Miltiades]
x  Pappenheim, Friedrich Ferd. Gr. v., Statthalter in Ingolstadt [Alexander], 245
x  Pastor, Johannes, Kaufmann in Aachen [Albertus Magnus]
x  Paul, Joseph, Schreiber in Freising [Typogranes]
x  Pace, Graf de la, Leutnant in München [Petrejus]
xx Päbel, Tha., Hofkammerrat in Neuburg
x  Pascha, Weinhändler in Frankfurt [Strabo]
x  Pauli, Hofrat u. Hofmeister d. Prinzen v. Schaumburg [Thales]
xx Paulus, Joseph, Kammerschreiber in München [Tigranes]
xx Pechmann, Baron v., Salzmayer in Traunstein
x  Peglioni, Joseph Graf v., General in München [Demaratus/Democratus]
x  Peletier, Friedrich Karl, aus Köln [Maternus]
xx Pelkofen, Joh. Nepom. Frhr. v. (1763-1830), aus Straubing [Alcinous]
x  Pernat, Joh. Nepom. (1734?-1794), Geistl. Rat in München [Antisthenes]
x  Pestalozzi, Joh. Heinrich (1746-1827), schweiz. Padagoge [Alfred], 62, 72 f., 97
x  Petersen, Syndikus in Speyer [Belisaire], 271
x  Pettenhofen, Joseph Karl v. (1754?-1784), geistl. Ratsfiscal in München [Pylades], 55, 74, 400
x  Pettenhofen, Xaver Frhr. v. (1754-1815), Hofrat, Geistl. Rat in München [Orestes]
x  Pezzl, Johann (1756-1823), bayr.-osterr. Schriftsteller, 25, 73, 366, 368
x  Pfest, Thomas, Stud. in Ingolstadt [Cicero], 32
x  Pibringer, Michael, Wirt in Freising [Philemon]
x  Picard, Jean Baptiste le, Kaufmann in Aachen [Fenelon]
x  Picard, Joseph le, Kaufmann in Aachen [Thraseas Paetus]
xx Pirl, Hofrat in Dessau [Carneades]
xx Pleterich, Baron v. Leutnant in Ingolstadt
   Pope, Alexander (1688-1744), engl. Dichter, 36, 152
   Porta, Joh. Baptista (1534?--1615), ital. Alchimist, 231 f.
x  Portia, Nikolaus Graf v., Hofkammerrat in Mannheim [Xenocrates]
xx Preysing, Max Graf v., Hauptmann in München [Pelipodas]
xx Prohaska, Phil., Kaplan in Brünn [Appius Claudius]
x  Radl, Caspar, Kammerdiener in München [Cadmus]
xx Rahn, Johann, aus Zürich
x  Rasco, Erasmus, Frhr. v., Oberst in München [Achilles], 100
   Rebmann, Georg Fr. (1768-1824), aufkl. jakob. Schriftsteller, 92, 94
xx Reichard, Heinrich August (1751-1828), Bibliothekar in Gotha, 65
x  Reid, Kameralist in Mainz [Sigimer]
   Reiner, Georg (1756-1807), Professor in Ingolstadt, 87, 374 f.
x  Remm, Handelsmann in Augsburg [Tycho Brahe]
x  Remy, Karl, Handelsmann in Neuwied [Diogenes Cynicus]
x  Renner, Vitus, Weltgeistlicher u. Professor in München [Anaximander],
   54, 85,89, 126, 142, 302, 384 f., 399
x  Richter, Joh. Friedrich, Kaufmann in Aadien [Oregius]
x  Riecke aus Brünn [Terentius Varro]
x  Riedl, Midiael v., Hofkammerrat u. Wasserbaurat in München [Euclides], 32, 38,228, 262, 400
x  Ries Franz, Hofmusiker in Bonn [Parmenio]
x  Riedesel, Joh. Herm. v., Reichskammergerichtsassessor in Wetzlar [Ptolemäus Lagus], 60, 261
   Riesbeck, Joh. Kaspar (1749-1786), Reiseschriftsteller, 378 f.
x  Robert, v., Professor in Marburg [Thomas v. Aquin]
x  Robert, v., aus Giessen [Salomon]
   Robinet, Jean Baptiste (1735-1820), frz. Aufklärer, 220 f.
   Robison, John (1739-1805), Schott. Schriftsteller, 94
x  Röntgen Ludwig, luth. Pfarrer in Neuwied [Averroes], 60
x  Roques de Maumont, Jakob Elias, Leutnant in Neuwied [Theon]
x  Ruedorfer, Franz, Landschaftsregistrator in München [Livius/Plinius minor], 32,38, 228 231
x  Ruef, Kaspar (1748-1805), Professor in Freiburg [Fabius]
xx Rühr, Joh. Midtael, Oberleutnant in Brünn [Lentulus]
x  Rüssel, Midiael Xaver, Hofgerichtsrat in Mainz [Somonocodom]
xx Rummel, Joh. Nepomuk Baron (1744?-1795), Hofrat in München
   Sailer, Midtael (1751-1832), Exjesuit, Professor, dann Bischof von Regensburg,90, 414 f.
x  Salzmann, Christian Gotth. (1744-1811), Grander des Philanthropin in Schnepfenthal, 65, 73
   Sarpi, Paul (1552-1623), venet. Theologe und Kirdienhistoriker, 231 f.
x  Satzenhofen, Franz Frhr. v., Offizier in München [Artaxerxes], 100
x  Sauer, Alois, Kaufmannssohn in München [Aquila/Sabinus], 100, 400
x  Sauer, Georg Conrad (1754-1797), Kanzler v. St. Emmeram in Regensburg [Attila], 247
xx Sauter, Joseph Anton (1742-1817), Professor in Freiburg [Zeno?], 258
x  Savioli-Corbelli, Alexander Graf v., Hof-, Kommerzien-, Zensurrat in München [Brutus],
   31, 33, 39, 54 f., 72 ff., 87, 91, 97, 226, 247, 249, 257, 262, 265 f., 274,
   277, 285, 392, 400
x  Savioli, Petronius Graf v., Finanzrat in Regensburg [Perseus]
x  Schaden, v., Taxis. Hofrat in Regensburg [Algarotti]
x  Schaff(n)er, Jos. Leonhard, Jurist in Biburg [Marcellinus]
x  Schall, Klemens August v., Kammerherr u. Hauptmann in Bonn [Anaxagoras], 61
x  Schall, Klemens August Frhr. v., Hof- u. Regierungsrat u. Kammerherr in Bonn [Chabrias], 61
x  Scheidt, Karl Theodor G., Arzt in Kettwig [Linus]
x  Scheppler, Philipp Ernst, Jurist in Mainz [Leo Armenus]
xx Schider, Wigand, Zensurrat in München
x  Schießl, Apotheker in Burghausen [Demosthenes]
x  Schiessl, Nepomuk, Hofpfister in München [Demonax], 74, 275, 302, 400
   Schiller, Friedrich (1759-1805), dt. Dramatiker, 67, 73 [M 9]
x  Schleestein, Kameralist in Mainz [Hermann]
xx Schlett, Joseph, Student in Freising
x  Schlippe, Alb., Apothekenprovisor in Mainz [Typhon] 61
   Schlözer, Aug. Ludwig (175-1809), Historiker und Publ. in Göttingen, 303, 307 [M 11]
x  Schmelzer, Franz, Kanonikus u. Vikar in Mainz (Manetho), 61
x  Schmerber, Kaufmann in Frankfurt [Agathocles], 267
x  Schmid, Philipp Frhr. v., Kanonikus in Straubing (Horatius]
x  Schmidt, Priester u. Sekretar in Bonn [Japhet]
x  Schmidt, Schauspieler in Bonn/Mainz [Roscius], 249
xx Schmidt, Jac., Stadtphysicus in Prossnitz [Mondongus]
   Schmitt, Ignaz (1747-1821), Weltpriester u. Publizist in München, 85, 99
x  Schmöger, Joh. Nep., Rentkammerrat in Amberg [Aeneas]
x  Schneid, Gr., Pfarrer [Castra Horatius]
   Schneider, Eulogius (1756-1794), Professor in Bonn, später Jakobiner in Straßburg, 73, 94
xx Schott, Joseph, Student in Freising
x  Schönmetzel, aus Heidelberg (Erastus], 269
x  Schraidt, Hof-Syndikus d. Zeichnungs-Academie zu Hanau [Justinianus]
x  Schröckenstein, Friedrich Frhr. v., Domherr in Eidistatt [Mahomet], 32 f., 49, 62,
   69 ff., 84, 165, 247 f., 250, 252, 261, 263, 265, 282, 284, 288, 291 f., 318, 332, 401, 406
x  Schröckenstein, Heinrich Karl v., Domkapitular in Freising-Konstanz [Propertius], 99
   Schröpfer, Johann Georg (1730-1794), Freimaurer, 298 f.
   Schubauer, J., Weltgeistlicher in Amberg/Passau, 85, 99
xx Schuech, Kaufmann in München [Nearchus]
x  Schulz, Joh. Friedrid~ W., Pf.Hofrat u. Majorie-Statthalter in Aachen [Goswin]
x  Schumann, Valentin, Kanonikus in Mainz [Gustav Wasa]
x  Schwab, Advokat u. Regierungs-Registrator in Mainz [Monotapa]
x  Schwab, Oberleutnant in Mainz [Konrad I]
   Schwarzhuber, Simpert (1727-1795), Theologe in Salzburg, 414
x  Schweitzer, RatsSchreiber zu Frankfurt [Codrus]
x  Schweizer, Johann C., aus Zürich, 97
x  Schwick, Joh. Heinrich, Kontorbedienter in Neuwied [Timaus]
xx Sedlmayr, Pfarrer in Biburg [Caesar d'Anton/Donaton], 91
x  Seeau, Jos. Anton Graf v., Intendant in München [Apollo], 88, 91, 100, 318, 379
xx Seehafner, Leo, Praktikant in Biburg
x  Seifert, Prosper, Augustiner in Brünn (Livius)
x  Seinsheim, Max Jos. Graf v. (1751-1803), VizePräsident d. Oberlandesreg. in München (Alfred],
   54 f., 74, 91, 255 f., 261 f., 266, 274, 303, 338, 374, 379, 400
x  Semer, Xaver Fernand, Professor in Ingolstadt [Cortez], 54, 258, 261 ff.
xx Seybold, Zensurrat u. Weltpriester in München
x  Simon, Joh. Friedrich, Professor in Neuwied, dann in Straßburg, Hofmeister der Gr. Metternich [Hazon], 60
x  Simrock, Nikolaus, Hof-Waldhornist in Bonn [Jubal]
   Smith, Adam (1723-1790), engl. Nationalokonom, 36, 153, 220 f.
x  Socher, Joseph (1755-1834), Weltgeistlicher u. Schulinspektor in Landsberg/Haching [Hermes Trismegistos],
   31, 39, 91, 258, 266, 275, 338, 400
x  Sonnenfels, Joseph v. (1733-1817), Jurist u. Publizist in Wien [Fabius - Numa pompilius romanus],
   68, 73, 100, 220 f., 287, 365
x  Spaur, Anton Graf v., Major [Hector]
x  Spaur, Friedrid~ Graf v., Domherr zu Salzburg [Diogenes]
x  Spaur, Graf v., aus Innsbruck [Antonius Pius], 366
x  Speer, Xaver, Kanzlist in Regensburg (Argus]
xx Spittler, Ludwig Th. (1752-1810), Professor u. Historiker in Göttingen, später Staatsminister (Bayle], 64
x  Sprickmann, Anton Matth. (1749-1833), Professor in Münster [Johannes Huß]
x  Staar, Albertus (Albrecht), Sdmeiber in Erding [Valentinianus]
x  Stadion, Emmerid~ Joseph Frhr. v., aus Mainz [Remus], 61, 68
x  Stadion, Friedrich Lothar Frhr. v. (1761-1811), späterer Gesandter in München [Romulus), 61, 68
x  Stadler, Baron v., Rentkammerrat in Amberg [Ephorus]
x  Stahremberg, Graf v., Domherr in Eichstatt, 48 f., 338, 406
   Starck, Joh. August (1741-1816), Hofprediger in Darmstadt, 63, 94
x  Starkmartn, Kanonikus in Eidistatt [Moyses]
   Stattler, Benedikt (1728-1797), Exjesuit u. Professor in Ingolstadt, 414
x  Staumer v. Jaster, Joh. Daniel, Hauptmann in Mainz [Gottfried]
x  Steger, Jurist in Eichstätt [Shaftesbury], 217
xx Stengel, Stephan v. (1750-1822), geh. Sekretär von Kf. Karl Theodor in München
   Steward, James, engl. Nationalökonom, 107, 220 f.
xx Stich, Leutnant in Ingolstadt (Orion)
x  Stückrad (Stiherod), Hauptmann in Landsberg [Cleomedes]
x  Stolberg-Rossla, Joh. Martin Graf zu (1728-1795), aus Neuwied [Ludovicus Germanicus/Campanella], 48 f.,
   60, 84, 89, 273, 338, 390, 401 f., 406
x  Streitt, Baron v., Hauptmann in München [Caesar)
x  Strixner, Dr., München [Nestor]
x  Stromer, Karl Frhr. v., Kammerherr in Freising [Atticus]
x  Stumme, Friedrich Jos., Hofkammersekretar in Mainz [Godescalcus]
xx Sulzer, Anton, Jurist in Freiburg [Zeno?], 258
x  Sutor, Andreas (1747-1822), Geistlicher in Donauwörth-Burghausen [Erasmus Roterodamus], 28, 218
x  Taufkirch, Alois Ludwig Graf v., Major in Wasserburg [Agesilaus)
x  Taufkirchert, Stanislaus Graf v., Rittmeister in München [Pomponius]
x  Tautphaeus, Kanonikus in Ingolstadt [Phaedon]
xx Taxis, Graf v., in Neuburg
   Thou, Jacque de (1553-1617), frz. Historiker, 231 f.
xx Tihl, Baron v., Leutnant in München [Philoctetes]
x  Törring zu Seefeld, CI. Anton Graf v. (1725-1812), HofkammerPräsident, Geh. Rat in München [Ulysses],
   37, 54 ff., 257 f., 302, 318, 338
x  Törring zu Seefeld, Clemens Graf v. (jun.), Kammerer in München [Telemach],55, 74
x  Trapp, Graf, kk. Kammerer u. Regierungsrat in Innsbruck (Titus Aemilius], 286,366
x  Triva, Klemens Reidisgr. v., Regierungsrat in Burghausen [Pa(o)lemon]
x  Tropenegro, Ernst Leopold, Kommerzienrat in München [Coriolanus], 72, 74,220, 227 f., 235 f.
x  Trüc, Franz Jakob, Kaufmann in Aachen [Anaxilaus Larsidus]
x  Ulrich, Sdmlkommissar in Brunn [Aelius]
x  Umpfenbach, Adam, Amtskeller u. Konsulent in Mainz, später Klubist [Photius],61, 306 ff., 416
   Ungelter, Johann Nep., Weihbischof v. Augsburg, 415
x  Utzschneider, Joseph v. (1763-1840), Professor u. Hofkammerrat in München (Hellanicus Lesbius],
   54, 73, 85 f., 89, 92, 126, 142, 393, 399 f.
xx Vacchiery Karl A. v., Vizedirektor des Hofrats in München, 256
x  Velten, Joh. Priedrich, Hofkammer-Kanzlist in Bonn (Bernoulli]
x  Verger, v., Leutnant in München [Agamemnon]
x  Verger, Nepom. v., Regierungsrat in Straubing (Amasius]
x  Viertenhalben, Franz Anton v., Hauptmann in Neuwied (Pausanias]
x  Vollmajer(-mar), Peter Jos. v. Geh. Sekretar in München (Aristippus]
x  Vulpius, v., in Wetzlar (Cn. Pompeius]
x  Wahlkampf, Jurist in Mainz [Segest]
x  Waldersdorf f, Philipp Franz Graf v. (1739-1810), Domprobst in Trier, Kapitular
   und später Bischof von Speyer (Walsingham], 61
   Wehkerlin, Wilhelm Ludw. (1739-1792), aufkl. Publizist, 73, 91
x  Weishaupt, Adam (1748-1830), Professor in Ingolstadt, später Hofrat in Gotha [Spartacus) passim
xx Weissbar.h, v., aus Brünn [Manlius Torquatus]
xx Weixlbaur, aus Freising [Oratus]
x  Wenckebach, stud. med. in Duisburg [Edelmann]
x  Wendelstadt, Joh. Georg, Hofrat u. Leibarzt in Neuwied [Eucharius]
x  Wenkstern, Frhr. A. v., in Wetzlar (Carolus Audax], 60
x  Werkmeister, Benedikt (1745-1823), Hofprediger in Stuttgart, 415
x  Werner, Erasmus v., Revisionsrat in München (Menelaus], 54, 74, 257, 275, 303,338, 373, 400
x  Werz, Apotheker in Mi,inchen (Dioscorides], 54, 303, 338, 400
xx Wescher Theodor v., Hofrat in Brunn (Ficilius]
   Wessenberg, Ignaz Heinrich v. (1774-1860), Generalvikar in Konstanz, 416
   Westenrieder, Lorenz (1749-1829), Weltpriester, Historiker und Professor in München, 32, 40, 73, 223, 225
x  Wezstein, v., in Straubing (Demetrius]
x  Widemann, Baron v., Landrichter in Erding (Pollio]
x  Wieland, Praktikant aus Schongau [Herodianus]
   Wieland, Christoph Martin (1733-1813), dt. Schriftsteller, 36, 73, 150, 303
x  Will, Anton, Professor in München (Agrippa], 218
   Willermoz, Jean Baptiste, theos. Schriftsteller in Lyon, 56, 277
   Winkopp, Peter Adolf (1759-1813), Publizist, 378
x  Winterhalter, Franz Paul, Stadtphysikus in Landsberg [Democedes], 99, 275
x  Wintgens, Joh. Leonhard, Handlungsbedienter in Neuwied [Joh. v. Leiden]
x  Witte, zu Brouch, Philipp v., Schoffe in Aachen (Sotion Alexandrinus], 62
x  Wlaskowitz, Joh. v., Oberleutnant in Brünn (Aurelius Cotta)
x  Wöllner, Joh. Chr. (1732-1800), preuf3. Theologe und Minister des geistl. Departements, 304, 306
xx Wolf, Joh. Nepomuk v., späterer Bischof von Regensburg
   Wolf, Peter Philipp (1761-1809), S~riftsteller, 73, 85, 97, 99
x  Wollstadt, Jurist in Mainz (Socinus]
x  Woschika, Franz Xaver, Musiker u. Kammerdiener in München (Astiages]
   Wreden, Karl Joseph v. (1763-1829), kurf. Vorleser in Bonn, 415
x  Wü(i)nkerl, Physikus in Füssen (Ruppescissa]
   Wünsch, Christian E., 366, 368
x  Würschmidt, Gottfried, Kanonikus u. Pfarrer in Mainz (Abraham]
x  Wundt, Karl Kasimir (1744-1784), Kirdienrat u. Professor in Heidelberg (Raphael], 269
x  Ysenburg v. Buri, Ludwig, Hauptmann in Neuwied [Crates]
x  Zaupser, Andreas (1747-1795), Hofkriegsgerichtssekretar in München [Pizarro],54, 85, 258, 399
   Zimmermann, Joh. Georg, Leibarzt u. Schriftsteller in Hannover, 94 f.
   Zinnendorf Baron = Joh. Wilh. Ellenberg, 287 f., 295, 323, 408
x  Zwack, Franz Xaver v. (1755-1843), Hofrat u. RegierungsPräsident in München/Speyer [Cato], passim
x  Zwack, Ph. Simon, Jurist in Aichad~ (Claudius], 32
Die Mitgliederliste wurde vor allem auf Grund folgenden ungedruckten und gedruckten Materials zusammengestellt: a) Archives Diplomatiques Paris, Baviere 169 (f. 94-97); Allgem. Staatsarchiv München, Torring-Archiv Br. 108; Geheimes Staatsarchiv München, MA I 379 Nr. 4 u. Kasten Schwarz 6194; Stadtarchiv München, Hist. Verein MS 62; Haus-, Hof-, Staatsarchiv Wien, Staka Bayern Nr. 15; Hess: Staatsarchiv Darmstadt, Abt. 4, Konv. 585, Fasc. 4 - b) A. Barruel, Nachrichten zur Erörterung der Geschichte der Entstehung der Fortschritte und Folgen der Jakobiner in und außer Frankreich (1802, S. 348-353); PI. Scharl, Ein Mönchsleben aus der zweiten Hälfte des achtzehnten Jahrhunderts (1868, S. 353-357); M. Lingg, Zur Geschichte des Illuminaten-Ordens (Hist. Pol. Blatter 103, 1889, S. 926-941); Jos. Hansen (Hg.), Quellen zur Geschichte des Rheinlandes im Zeitalter der franz. Revolution I (1931, S. 41-51); B. Beyer, Freimaurerei in München und Altbaiern. Ein Beitrag zur Kulturgeschichte des 18. Jahrhunderts (1973, S. 102 f., 113-118, 217-221, 413-431); R. van Dülmen, Der Geheimbund der Illuminaten (Zs. f. bayr. Landesgesch. 1973, S. 817-833).
Anmerkungen:
[M 1] Dülmen 1975 S. 61: Unter den 11 bekannten Illuminaten [des Zentrums Bonn=Stagira; Anmerkung v. Tinúviel] sind insbesondere der Lehrer Beethovens, der Hoforganist Chr. Neefe (Claucus), der Redakteur des Bonner Intelligenzblattes Joh. P. Eickhoff (Hephaeston) und die beiden Frhr. v. Schall (Anaxagoras und Chabrias) zu nennen [Beethoven selbst wird nicht erwähnt; Anm. Tinúviel].
[M 2] Dülmen 1975 S. 326: [Aus: Knigge an Zwack 31.3.1783, Anlagen a,b; Briefe Ernst' II. an Bode; 31.1./12.2.1783] Bls die Übersicht derselben überzeugt mich, dass die Männer auf dem rechten Wege sind, um auf andere zu würken. Nur der Zweifel ängstigt mich, das nicht ganz reine Absichten zu Grunde liegen. [...] Ich beschwöre Sie indessen, lieber Freund, ja Ihres mir gegebenen Worts bey Ihrer Rückkehr nach Weimar eingedenk zu seyn und mir sobald es erlaubt ist, diese Schriften abschreiben zu lassen und hier die Versicherung meiner dankbarkeit und Freundschaft mit Nachsicht und Ueberzeugung anzunehmen. [...; im 2.Brief:] Ohngeachet aller der Bitterkeiten, die über die Vorurtheile meines Standes darin befindlich sind, so bin ich doch aufrichtig zu reden, völlig mit dem Verfasser dieser Schriften einig, und wünsche im Stande zu seyn, sie zu überzeugen, dass es dennoch auch redliche Herzen in dieser Classe Menschen gebe. [...] Ja, ich wage es zu gestehen, dass ich glaube Fähigkeit und Beruf im innersten meines Herzens zu empfinden, um mich der guten Sache ganz zu weihen, und vielleicht solche mehr, als irgend ein anderer Mensch befördern zu können.
[M 3] Dülmen 1975 S. 65: Wenn man seinen [Landgraf Karl von Hessen-Kassel (1744-1811)] späteren Äußerungen Glauben schenken kann, so hatte Bode ihm bei der Übergabe der Ordensakten mitgeteilt, daß der Illuminatenplan "das Unglück der Menschheit" herbeiführen könnte, wenn er in schlechte Hände fiele, aber unter der Leitung eines wohldenkenden Mannes. "[...] Namentlich soll Norddeutschland, Dänemark, Schweden und Rußland gänzlich von Ihnen regiert werden."
[Anm. 122: Denkwürdigkeiten des Landgrafen Karl v. Hs., Kassel 1866: 'Es ist kein Gott, sondern alles Erfindung und Betrug der Priester, die alle verjagt werden müssen. Der Königsgrad ist Aufruhr und Mord aller Souverains und hohen Obrigkeiten, auch aller Gutsbesitzer und Reichen, auch guter Bedienungen. Nur die Weisen sollen herrschen und ihnen nach ihren Graden alle Würden, Güther und Vermögen ausgetheilt"]
Ob er dieses Amt nun wirklich wahrnahm , ist unbekannt.
Hingegen will er in rascher Erkenntnis des wahren Ordenszieles dem Orden beigetreten sein, um das Übel abzuwenden, d.h. "den vollständigen Plan zur Einführung des Jakobinismus [Unter dem Club der Jakobiner gelang Robespierre während der Revolution an die Spitze des sog. Wohlfartausschusses; Anm. Tinúviel] zu verhindern". "Ich war so glücklich, Dänemark und Norwegen, Schweden und Rußland - Polen, war mit gleich gesagt, stünde unter einem anderen, ich glaube dem Herzog Ferdinand von Braunschweig - auch Norddeutschland von dem bösen Geist des Illuminatismus rein zu halten weit über 40 Jahre" [Brief des Landgrafen an Riess v. 24.8.1783].
Letztlich ebenso unklar bleibt das Verhältnis zum Herzog Ferdinand von Braunschweig (1721-1792), dem Großmeister aller Schottischen Logen. Ob seiner mystisch-schwärmerischen Neigung und seiner freimaurerischen Aktivitäten von Herder als "Hohepriester des Nichts" bezeichnet, fühlte er sich vom Illuminatenorden angezogen [Knigge an Zwack v. 10.3.1783]. am 20. Juli 1784, also bereits nach dem ersten bayrischen Dekret gegen die Illuminaten, schrieb er an Weishaupt: "Das Zutrauen der Obern der Illuminaten ist von einem großen Werth vor mir: Ich empfinde es mit gerührtem und durchdrungenem Hertzen. Ich werde alles befördern helfen, was zum Besten der Menschheit, so wohl öffentlich als durch geheime Verbindungen gereichet" [Zitiert nach Roßberg: Freimaurerei, S. 60], womit er sich aber wenig festlegte.
[M 4] Dülmen 1975 S. 229,232: Weishaupt erwähnt nur seine Hochschätzung des Philosophen.
[M 5] Dülmen 1975 S. 66: Angeblich sollen u.a. sogar Karl August (Aeschylos), Goethe (Abaris) und Herder (Damasus pontifex) ihre Reverse unterzeichnet haben, doch von einer besonderen Ordensaktivität ist aus Weimar (Hieropolis) nichts bekannt [Anm. 130: Le Forestier, Les illuminés 1914. S. 396. Vgl. Roßberg, Freimaurerei S. 62f.; W. Andreas, Carl August von Weimar. Ein Leben mit Goethe 1757-1783, Stuttgart 1953, s. 512f. berichtet hiervon nichts.]
[M 6] Friedenthal, R. - Goethe. Sein Leben und seine Zeit. Gütersloh o.J., S. 60ff.: [zitiert nach Agethen, Geheimbund und Utopie; München 1984. S. 208] In den Illuminatenbund ließ sich Goethe am 11.2.1783 durch Bode aufnehmen (siehe M5, Anm. 130), ein Tag später als sein Herzog Karl August! Allerdings waren ihm, der schon 1780 Freimaurer geworden war, die Logenriten wohl eher lästig; es waren die v.a. in Lessings 'Ernst und Falk' formulierten Ziele der Maurerei, die Goethe ansprachen (Vgl. Bruford, Kultur und Gesellschaft im Klassischen Weimar 1775-1806. Göttingen 1966, S. 171) So verwundert es nicht, daß sich seine Anwesenheit bei einer Illuminatenloge nur 1x quellenmäßig belegen läßt (Forestier 1914, S.196). Dennoch greift R. Friedenthal zu kurz (S. 212/410), wenn er meint, G. sei v.a. auf Veranlassung seines Landesherren und auch primär zu Kontrollzwecken eingetreten. Immerhin waren der Herzog, der Verleger Bertuch und G. selbst nach der Franzosenzeit (1808) entscheidend an der Wiedereröffnung der Weimarer Loge "Amalia" beteiligt (vgl. SUB Hamburg, Briefwechsel F.L.Schröder - F.L.W. Meyer, Schröder an Meyer am 22.6.1808)
[M 7] Dülmen 1975 S. 85: [Etwa ab 1785] nahm Karl Theodor, eingeschüchtert durch seine Berater und auf Rehabilitierung seines Namen bedacht, selbst die Aktivierung des Verbots und die Verfolgung in die Hand. [Er gehörte also zu den Gegnern, also war er wahrscheinlich - wenn überhaupt Mitglied aus Sicherheitsvorsorge; Anm. Tinúviel]
[M 8] Dülmen 1975 S. 421f.: [Erklärung Weishaupts v. 22.4.1799; Erstveröffentlichung im Kaiserlichen Reichsanzeiger] Dort [in Bayern] regiert nun seit kurzem ein Fürst (Anm: Kurfürst Maximilian IV.) , von dem ich Gerechtigkeit erwarten kann; auf ihn setze ich mit Recht das grösste Vertrauen. Ihm sollte es billig vorbehalten seyn, den Antritt seiner Regierung dadurch auszuzeichnen, dass er ein von der bösartigsten Verläumdung erzeugtes ganz Europa verbreitetes Schrecksbild vernichtet. Von Bayern ist die Verläumdung ausgegangen. Es ist also billig, dass sie Bayern erprobt, oder meine tief verwundete Ehre wieder hergestellt werde. [...] Ich erkläre hiermit feyerlich vor den Augen von ganz Deutschland, dass ich in Betreff meiner, so viel diese Angelegenheit betrifft, jeden Richterstuhl als competent erkenne.
[M 9] Dülmen 1975 S. 67: [Körner an Schiller; zit. nach Roßberg, Freimaurerei S. 63:] "Wenn er Dich zum Proselyten machen will, so ist es für die Illuminaten, welche einige Freimaurerlogen in Besitz genommen haben. Wenn er aber wider Anarchie der Aufklärung eifert, so möchte man ihn fragen: ob denn durch Despotismus der Aufklärung viel mehr gewonnen werde. Der edelste Zweck in den Händen einer Gesellschaft, die durch Subordination verknüpft ist, kann nie vor einem Mißbrauch gesichert werden, der den Vortheil weit überwiegt." [Schiller soll laut Dülmen letztlich entschieden abgelehnt haben]
[M 10] Dülmen 1975 S. 66: Auch der Berliner Buchhändler Nicolai (1733-1811) stand dem Orden zeitweise nahe, doch scheint er sich, weil ihm das Illuminatensystem in seiner ganzen Anlage "mehr ein angenehmer Traum, als ein ausführbarer Plan" dünkte, bald wieder distanziert haben (Vgl. Nicolai, Öffentliche Erklärung über seine geheime Verbindung mit dem Illuminatenorden, Berlin-Stettin 1788; Brief an Knigge v. 21.1.1788)
[M 11] Dülmen 1975 S. 307: [Glaukus=Neefe:Tabelle über die Insinuation des Adam Umpfenbach von Mainz; Bonn 30.1.1783] Schlözers Briefwechsel ist sein Vademecum.
Anhang 2:
Illuminaten-Ordens-Directions-System von Knigge: [Dülmen 75: S. 49-51]
Das von Knigge ausgefertigte im Folgenden ergänzt abgedruckte "Illuminaten-Ordens-Directions-System" kann vornehmlich nur aIs Richtlinie gelten, vermittelt aber unter Berücksichtigung der wenigen erhaltenen Provinzialberichte einen guten Einblick in die Verbreitungsgeschichte des Ordens zwischen 1782-1785. Allerdings gibt es keinen Aufschluß darüber, wo Minervalkirchen oder Logen ausdrücklich wie in München als Instrument des Illuminatenbundes fungierten bzw. errichtet wurden.
Deutschland (Assyrien)
3 Inspektionen: Achaia, Aethiopien, Abessinien

I. Archja
1. Provinz: Griechenland (Bayerischer Kreis)
   a) Praefektur: Achaia (Herzogtum Bayern)
      Direktorium: Athen (Mundsen)
   b) Praefektur: Kalabrien (Erzbistum Salzburg)
      Direktorium: Nicosia (Salzburg)
   c) Praefektur: Chaldaa (Regensburg, Passau, Ortenburg, 
      Leuchtenburg, Sulzbach)
      Direktorium: Corinth (Regensburg)
   d) Praefektur: Delta (Oberpfalz)
      Direktorium: Theben (Freising)
2. Provinz: Illyrien (Frankischer Kreis)
   a) Praefektur: Canaa (Eichstätt, Ansbach, Reichsstädte)
      Direktorium: Erzerum (Eichstätt)
   b) Praefektur: Calchedon (Bayreuth, Grafschaften 
      und Herrschaften)
      Direktorium: ? (Bayreuth)
   c) Praefektur: Galatien (Würzburg, Bamberg)
      Direktorium: Karthago (Würzburg)
   d) Praefektur: Etrurien (Deutsche Ordensstädte, 
      Henneberg) Direktorium: Theben (Freising)
3. Provinz: Pannonien (Schwabischer Kreis)
   a) Praefektur: Istrien (Augsburg, Konstanz, Kempten)
      Direktorium: Nicomedia (Augsburg)
   b) Praefektur: Latium (Württemberg, Zollern, 
      Reichsstädte) Direktorium: Damiata (Stuttgart)
   c) Praefektur: Mingrelien (Oettingen, FŸrstenberg, 
      Abteien, Reichsst‡dte) Direktorium: Tybur (Oettingen)
   d) Praefektur: Morea (Baden, Ritterschaft, Reichsst‡dte)
      Direktorium: Delphis (Karlsruhe)

II. Aethiopien
1. Provinz: Macedonien (Kurrhein-, Niederrheinischer Kreis)
   a) Praefektur: Paphlagonia (Rheinpfalz)
      Direktorium: Thessalonien (Surinam) (Mannheim), 
      od. Utica (Heidelberg) 
   b) Praefektur: Albanien (Mainzische Länder, Beilstein)
      Direktorium: Epidamnus (Mainz)
   c) Praefektur: Pamphilia (Erzbistum Trier)
      Direktorium: Antigonea (Koblenz) od. Pella (Trier)
   d) Praefektur: Pesidia (Koln, Arensberg, Reineck, Isenburg)
      Direktorium: Stagyra (Bonn), od. Amphipolis (Koln)
2. Provinz: Dacien (Oberrheinischer Kreis)
   a) Praefektur: Grof3lydien (Reichsstädte v. 
      Wetterau, Ritterschaft)
      Direktorium: Claudiopolis (Neuwied)
   b) Praefektur: Kleinlydien (Hessen-Kassel)
      Direktorium: Gordium (Kassel)
   c) Praefektur: Epirus (Fulda, Hanau, Frankfurt)
      Direktorium: Edessa (Frankfurt)
   d) Praefektur: Peleponnes (Hessen-Darmstadt)
      Direktorium: Lystra (Darmstadt)
3. Provinz: Thessalien (Westfalischer Kreis)
   a) Praefektur: Picenum (Wied, Sayn, Mors, Thorn, Essen)
      Direktorium: Claudiopolis (Neuwied)
   b) Praefektur: Servia (Münster, Osnabrück, Jülich, Cleve)
      Direktorium: ? (Münster)
   c) Praefektur: Sora (Paderborn, Münden, Korvey, Nassau)
      Direktorium: ? (Paderborn)
   d) Praefektur: Tagana (Verden, Oldenburg, Hoya, Schaumburg)
      Direktorium: ? (Oldenburg)

III. Abessinien
1. Provinz: Jonien (Obersachsischer Kreis)
   a) Praefektur: Arcadien (Kursachsen, Vogtland, Zeitz)
      Direktorium: ? (Dresden) od. Sinope (Leipzig)
   b) Praefektur: Argos (Brandenburg, Pommern)
      Direktorium: Pelusium (Berlin)
   c) Praefektur: Ligurien (Herzogtümer v. Sachsen, u. 
      Sdzwarzenburg) Direktorium: Hieropolis (Weimar) 
      od. Syracus (Gotha)
   d) Praefektur Phoenizien (Anhalt, Mansfeld, Stolberg, 
      Querfurth) Direktorium: ? (Dessau)
2. Provinz: Aeolis (Niedersachsisdier Kreis)
   a) Praefektur: Susiane (Kurhannover, Celle, Grubenhagen)
      Direktorium: Tarsus (Hannover)
   b) Praefektur: Tracien (Wolfenbiittel, Magdeburg, 
      Halberstadt, Hildesheim) Direktorium: Capua (Braunschweig)
   c) Praefektur: Palaestina (Bremen, Hamburg, Holstein)
      Direktorium: Camarina (Bremen)
   d) Praefektur: Capadocien (Mecklenburg, Lübeck, Ratzeburg)
      Direktorium: ? (Strelitz)

Österreich (Ägypten)
   Rom (Wien)
   Provinz: Peleponnes (Tirol)
   Direktorium: Samos (Innsbruck)

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